Lübs l Die Verantwortlichen des VfL Gehrden trafen sich bereits einen Tag vorher, um alles genau nach den verlangten Vorschriften vorzubereiten. Zuvor hatte sich Vereinschef Horst Rettschlag mit dem Gommeraner Bürgermeister Jens Hünerbein nochmals kurzgeschlossen, um alle Vorgaben auch umsetzen zu können.

Sechs-Punkte-Verordnung

Eigens wurden die „Nutzungsbedingungen für den Sportpark Lübs des VfL Gehrden“ verfasst. „Die Sechs-Punkte-Verordnung wurde dem Abteilungsleiter Marcel Schöbel sowie jedem Trainer und Übungsleiter ausgehändigt. Anschließend habe ich auch alle belehrt“, sagte Horst Rettschlag, der auch alle Kinder vor dem Training über die geforderten Regeln aufklärte.

Den Anfang, wieder den grünen Rasen zu spüren, machten am Freitagnachmittag gleich die Kleinsten des VfL. „Dennis Böttge hatte dazu schon große Vorarbeit geleistet, indem er schon am Donnerstag die Gruppen eingeteilt hatte. So gab es keine Berührungspunkte“, lobte der Vorsitzende.

Jeder Kindergruppe wurde ein Trainer bzw. ein Elternteil zugeordnet. Es waren drei Gruppen, die durch Trainer Dennis Böttge, Co-Trainer Marc Böhlert und Papa Frank Ritschel betreut wurden.

Übungen in Kleingruppen

„Ich habe die Kinder in jeder Gruppe auch mit den gleichen farblichen Leibchen versehen, so weiß jeder gleich, zu welcher Gruppe er gehört“, erklärte Dennis Böttge, der auch einen Übungsparcours auf dem gesamten Sportplatz und dem Bolzplatz aufgebaut hatte, so dass jede Gruppe mit dem entsprechenden Abstand trainieren konnte. „Größtenteils werden wir erstmal die Ausdauer trainieren sowie Torschuss und Passspiel. Ich finde die Übungen in den kleinen Gruppen gar nicht so schlecht, weil ich viel besser hingucken und wenn nötig korrigieren kann. Sonst habe ich eine größere Menge Kinder und da habe ich gar keine richtige Chance, auf jeden Einzelnen richtig zu gucken. Deshalb finde ich es gar nicht so verkehrt“, meinte Böttge.

Dass die Saison in der Kreisliga JL noch weitergespielt wird, denkt der Coach nicht. „Ich hoffe, das die Saison abgebrochen wird und dass wir im September oder im Oktober einfach wieder neu anfangen. Etwas anderes ergibt für mich keinen Sinn“, fand der 23-Jährige klare Worte.

Nach dem ersten Training zog Dennis Böttge ein „positives Fazit“ „Alle haben gut mitgemacht. Es gab überhaupt keine Probleme. Ich denke, das lag auch daran, dass die Eltern schon eine gute Vorleistung erbracht hatten und den Kindern erklärten, wie wichtig es ist, den Abstand einzuhalten.“

 

Für einige Kids, vor allem für die Erstklässler, die noch nicht wieder zur Schule gehen, war es eine ganz neue Erfahrung, wieder mehrere Kinder zu treffen. Und trotz des geforderten Abstandes war zu sehen, dass sie dennoch viel Spaß hatten. „Ich finde es toll, dass es endlich wieder losgeht“, sagte beispielsweise Luca Könnecke.

Dass das traditionelle Abschluss-Spiel auch nicht stattfinden konnte, war auch überhaupt nicht schlimm. „Da haben wir uns etwas einfallen lassen und haben den Neunmeter-König ermittelt. Das kam auch sehr gut an“, sagte der Nachwuchs-Trainer, der nun mit seinen Kindern

 

wieder regelmäßig auf dem Sportplatz im Lübser Sportpark üben wird, getreu dem Motto „Einsam, aber doch gemeinsam“.