Nienburg l „Es war ein richtiger Härtetest und Gradmesser für uns und es war ein gerechtes Unentschieden“, bilanzierte SC-Trainer Dirk Bizuga, der nicht alle Spieler zur Verfügung hatte.

Nienburg zählt für Bizuga aufgrund seiner Verstärkungen und dem dritten Platz in der Vorserie in der Staffel 4 „zu den Aufstiegsfavoriten“. Entsprechend stellte er sein Team auf eine starke Offensive der Nienburger ein. So kam es auch. „Der FSV spielte mit einem 4-3-3-System sehr offensiv und wir hatten auf dem holprigen Platz so einige Probleme“, meinte er.

In den ersten 25 Minuten agierte der FSV mit aggressivem Vorchecking über die starken Stefan Stein und Denis Winter, die durch Sebastian Burchhardt unterstützt wurden. „Ein ums andere Mal liefen sie uns davon und stellten unsere Abwehr vor Pro- bleme“, sagte der Coach, dem seine Spieler „im Passspiel die Bälle zu leicht hergaben“. Die Defensive des SC mit Hannes Mielchen im Zentrum stand jedoch sicher.

Nach Pause „sortierter“

In der Folge konnte sich der SC befreien, agierte ebenbürtig und wagte den einen oder anderen Vorstoß. Es blieb jedoch beim für die Nedlitzer glücklichen 0:0.

Nach der Pause spielte der SC „sortierter“, blieb gleichwertig und war dann teilweise sogar besser. Doch die guten Kontermöglichkeiten durch Paul Gehrmann, Eduard Hahn oder Heiko Juskowiak blieben ungenutzt. Da die Kräfte beim Gastgeber etwas schwanden und der SC besser gegen den Ball arbeiten konnte, wurde die FSV-Abwehr nochmals unter Zugzwang gestellt, aber Zählbares sprang nicht heraus. „Es hätte auch 2:2 ausgehen können“, meinte Bizuga, der das Spiel als „einen guten Test zu diesem Zeitpunkt“ einschätzte und Lehren daraus ziehen will.

„Wir müssen vor allem unsere Fehlpass-Quote reduzieren und in der Defensive kompakter stehen und ruhiger im Spielaufbau agieren. Das war der Knackpunkt der ersten 25 Minuten“, so der 47-Jährige schon in Hinblick auf das am Samstag, 10. August, stattfindende Supercup-Spiel gegen die SG Jeber-Bergfrieden/Serno. „Darauf werden wir im Training hinarbeiten, um die Saison mit einem Pokalsieg zu beginnen“, beschrieb er die Zielstellung für das erste Pflichtspiel der Serie 2019/20.

Nedlitz: Hoffmann – Juskowiak (78. Wöge), Mielchen, Tinaglia, Gehrmann, Lehmann, Hosenthien (72. Milushev), Ritzmann (72. Haberland), Hahn, Kilz, Müller (Atanasov); SR: Koch, Axel - Winningen; ZS: 14.