Nedlitz l „Leider machen wir die drei guten Chancen, die wir in der ersten Halbzeit hatten durch Kilz, Hahn und Nitschke nicht. Sonst wäre sicher ein anderes Ergebnis möglich gewesen“, bedauerte SC-Trainer Dirk Bizuga.

Dabei war der Coach anfangs zufrieden: „Wir haben die Räume eng gemacht und gut gestanden. Niegripp hatte in der ersten Halbzeit lediglich zwei Möglichkeiten.“

André Wittphal scheiterte dabei mit einem Distanzschuss und nach einem Grundliniendurchbruch, wo SC-Torwart Marcus Hoffmann gut hielt. „Ansonsten schwang Niegripp die spielerisch feinere Klinge. Aber wir haben mit gutem Pressing dafür gesorgt, dass der Gegner nicht durchkam. Die Jungs haben unsere Vorgaben super umgesetzt“, lobte Bizuga.

Dies klappte auch noch Anfang der zweiten Halbzeit. Bis zum Gegentor von Wittphal „sah es recht ordentlich aus“. Doch dann bekam die Abwehr den Ball nicht aus der Gefahrenzone und Wittphal zog aus der Distanz ab. Den abgefälschten Ball konnte „Hoffi“ nicht erreichen (56.) und es stand 1:0 für Niegripp.

Danach riss der bereits verwarnte Marcus Schlüter Hannes Mielchen um, doch Schiedsrichter Sebastian Knick (Roßlau) sah es anders. „Das war für mich die Schlüsselszene im Spiel“, sagte Dirk Bizuga. Denn Schlüter traf kurze Zeit später nach einem Eckball per Kopf zum 2:0 (79.). „Leider verloren der Schiedsrichter und auch der Linienrichter, die in Hälfte eins konsequent und gut waren, völlig ihre Linie. Es wurden viele Nickligkeiten nicht mehr geahndet, was Unmut, auch auf den Trainerbänken, hervor brachte“, bedauerte der 45-Jährige, der auch zugab, dass Mielchen ebenfalls Glück hatte, nicht Gelb-Rot gesehen zu haben.

Schlüter mit Gelb-Rot vom Platz

Schlüter musste dann zwei Minuten nach seinem Treffer mit Gelb-Rot vom Feld, aber davon profitieren konnten die Nedlitzer nicht mehr.

„Wir haben vor dem Tor zu umständlich agiert. Anstatt gleich abzuschließen, machen wir den Haken zu viel. Aus den guten drei Möglichkeiten der ersten Hälfte hätten wir wenigstens zwei machen müssen. Dann kippt das Spiel vielleicht zu unseren Gunsten“, meinte der Loburger und fügte an, dass „seine Offensive hadert und die wenigen Prozente fehlen bzw. die falschen Entscheidungen getroffen werden“.

Am Sonnabend geht es beim Aufsteiger Eintracht Gommern weiter. Da wollen die Nedlitzer angreifen und „die Punkte holen“. „Wir müssen die Möglichkeiten, die wir uns erarbeitet haben, auch nutzen. Es muss vielleicht erst der Bann gebrochen werden und das Selbstvertrauen muss wieder da sein, um vor dem Tor ohne Überlegung konsequenter zu sein. Dann kommt das Glück von ganz allein. Aber das Glück müssen wir uns halt erarbeiten“, sagte Bizuga, der sich aus den „nächsten drei Spielen sieben Punkte auf die Fahne geschrieben“ hat.

Bei besserer Chancenverwertung sollte in Gommern auch etwas möglich sein.

Nedlitz: Hoffmann – Mielchen, Pilatzek, Tinaglia (73. Weisheim), Schmidt, Hahn, Hosenthien, Nitschke, Barnetz, Milushev (70. Kuklin), Kilz; SR: Knick (Roßlau), Burg, Kilz; ZS: 49.