Zerbst/Nedlitz l Zerbst erwartet Schlusslicht ZLG Atzendorf und Nedlitz die kampfstarke Besiegdas-Elf. Beide Mannschaften visieren Heimsiege an und hoffen dazu auf zahlreiche Unterstützung ihrer Fangemeinde.

TSV Rot-Weiß Zerbst (3.) – ZLG Atzendorf (13.). Von der Papierform her sollte die Sache klar sein. Doch TSV-Trainer Jens Borchers warnte: „Wir vergleichen Atzendorf mit einem angeschlagenen Boxer, der zwar taumelt, aber trotzdem noch den entscheidenden Schlag setzen kann.“

Die Salzlandstädter verloren ihr erstes Ligaspiel 0:4, doch im Pokal fertigten sie Salzlandligist Pretzien 3:0 ab. Borchers mutmaßt, dass die Gäste „kompakt stehen und auf Fehler lauern“. So lautet die klare Zielstellung: „Wir wollen drei Punkte einfahren und in der Tabelle auf neun Zähler kommen.“ Doch, dass sein Team „auch endlich sicher und souverän auftritt“ und „seine Chancen vielseitig nutzt“, daran wurde unter der Woche gefeilt. „Wir haben etwas Neues probiert und ich hoffe, dass es fruchtet“, so der Coach.

Heute fehlen Christopher Sens (krank) und Philipp Alarich (Arbeit). Der Einsatz vom erkrankten Maik Fambach war noch fraglich. Dafür meldete sich Frank Moller nach seiner Lungenentzündung zurück. „Wir haben einen 15 Mann starken Kader und freuen uns auf zahlreiche Zuschauer und hoffen auf die nötige Unterstützung von den Rängen“, so der Zerbster.

SC Vorfläming Nedlitz (7.) – SSV Besiegdas 03 Magdeburg (3.). Von einem Traumstart können die Nedlitzer zwar nicht reden. Aber in zwei Heimspielen konnten sie immerhin drei Zähler erringen. Heute folgt das dritte Heimspiel und mit dem SSV Besiegdas der nächste schwere Gegner. Fünf Siege, zweimal remis und drei Niederlagen lautet die Statistik der bisherigen Aufeinandertreffen. Gerade die letzte Begegnung blieb in Erinnerung. Sie endete 4:2 für den SSV, wobei von Ehrlich-Treuenstätt viermal einnetzte.

Heute ab 15 Uhr fordert SC-Trainer Dirk Bizuga nach dem 3:0 im Kreispokalspiel in Mildensee vor allem, dass sich sein Team „steigert und spielerische Akzente setzt“.

Dies wird gegen den bis dato siegreichen Tabellendritten auch vonnöten sein. „Wir müssen unsere Leistung abrufen und uns auf den Punkt konzentrieren“, fordert der Pretziener.

Er verlangt auch, „Meißner, der im Mittelfeld die Bälle verteilt, einzuengen und überhaupt die Räume eng zu machen“.

„Im letzten Jahr haben wir sie bei uns nieder gekämpft. Wenn meine Mannschaft so einen Kampfgeist wie die Zweite im Pokalspiel gegen Zerbst an den Tag legt, können wir erfolgreich sein. Nur 80 Prozent reichen da nicht.“

Heute sieht es personell wieder gut aus. Florian Barnetz und Maximilian Schulze sind wieder fit. Christian Schmidt ist aus dem Urlaub zurück und auch Keeper Marcus Hoffmann kann wieder voll eingesetzt werden. Es fehlen die verletzten Kevin Wöge, Kevin Nitschke und Marko Milushev. Mario Hosenthien, Jan Friedrich und Daniel Pilatzek müssen arbeiten.

„Wenn wir alles abrufen, wird es für jeden Gegner schwer, uns zu bezwingen“, weiß der 46-Jährige um die Qualität seiner Mannschaft. „Die Liga ist sehr eng und wir brauchen jeden Punkt. Denn auch in der Zukunft wird es nicht leichter.“

Vorserie: 2:1/2:4; SR: Jens Becker (SV Glück Auf Möhlau).