Kleinmühlingen l „Die Gastgeber waren gut bedient, denn der Sieg hätte deutlicher ausfallen müssen“, sagte SC-Trainer Dirk Bizuga, der erneut umstellen musste. Mario Hosenthien ging ins zentrale Mittelfeld und Routinier Thomas Sanftenberg in die zentrale Abwehrkette. Dies funktionierte gut. In der 13. Minute die erste Riesenmöglichkeit für die Nedlitzer. Nach einem Freistoß von Eduard Hahn stand Schulze frei vor dem TSV-Tor, doch er war wohl zu überrascht und traf den Ball nicht richtig. Zwei Minuten später dann die 1:0-Führung für die Gäste. Nachdem Hosenthien gleich drei Kleinmühlingen vernascht hatte, zog er trocken aus 23 Metern ab. „Mit seiner Technik und seinem Auge gab es für Torwart Sebastian Brandt nichts zu halten“, lobte Bizuga.

Weiter ging es in Richtung TSV-Kasten. Die nächste große Möglichkeit hatte Dimitar Milushev. Er traf nach Zuspiel von Schulze nur die Querlatte (23.). Kurz danach ging ein Freistoß des Youngsters, der das Toreck anvisiert hatte, knapp drüber (27.). „Wir brauchen einfach zu viele Möglichkeiten, um ein Tor zu erzielen, weil wir sie nicht richtig zu Ende spielen“, kommentierte der Coach, der in der Pause nicht viele Worte verlieren musste.

„Wir müssen unser Spiel spielen und unsere Ballstafetten weiter konsequent ausspielen“. Dies und „mehr Bewegung sowie dem Ball entgegen zu gehen“ forderte er von seiner Truppe.

Umsetzung

In der 54. Minute wurde ein hohen Ball zum Rückpass für SC-Torhüter Marcus Hoffmann. Dabei kam es zum Zusammenprall mit dem Kleinmühlinger Kapitän Andreas Kirchhoff, der sich eine Platzwunde am Kopf zuzog und über fünf Minuten behandelt werden musste. Im Anschluss wurde er ins Krankenhaus gebracht und die Nedlitzer senden ihm beste Genesungswünsche. Schiri Lukas Müller (SSV Besiegdas) ließ weiterspielen. Dabei musste „Hoffe“ nochmals einschreiten, wonach wieder eine Kleinmühlinger liegen blieb. Er konnte nach kurzer Zeit aber weiterspielen.

Erst in der 70. Minute konnte Nedlitz endlich nachlegen. Schulze war nach einer Flanke von Kevin Tinaglia per Kopf zur Stelle und netzte zum 2:0 ein. Kurze Zeit später hatte Schulze das 3:0 auf dem Fuß. Er wurde von Nikolai Kuglig bedient und statt selbst abzuschließen, legte er nochmals quer für Kuklin. Doch der Ball hoppelte knapp am rechten Pfosten vorbei.

In der 90. Minute setzte dann Milushev den Schlusspunkt mit dem 3:0. Zunächst konnte die Flanke von Hahn geklärt werden. Die Kugel fiel genau vor die Füße des Youngsters, der mit einem satten Schuss ins lange Ecke vollendete.

„Wir hätten uns gewünscht, dass mehr spielerische Akzente gesetzt werden. Das vermissen wir zur Zeit etwas, denn so könnten wir uns mehr Selbstvertrauen für die nächsten Spiele holen.“

„Lieber schlecht gespielt, aber dafür gewonnen“, kommentierte der Nedlitzer Co-Kapitän Christian Schmidt nach der Partie. „Wir hätten uns gewünscht, dass mehr spielerische Akzente gesetzt werden. Das vermissen wir zur Zeit etwas, denn so könnten wir uns mehr Selbstvertrauen für die nächsten Spiele holen“, sagte der Trainer, den zwar das Ergebnis zufrieden stellte, aber „die Art und Weise“ nicht, „weil wir mehr können“. Am Ende des Tages war er aber zufrieden. „Wir haben gewonnen, drei Punkte im Sack und konnten die Statistik gerade rücken.“

Nun wird sich die Mannschaft auf das „schwere Spiel gegen Genthin“ vorbereiten wird.

Nedlitz: Hoffmann – Sanftenberg, Juskowiak (90. P. Schmidt), Tinaglia, Ch. Schmidt, Barnetz, Hahn, Hosenthien, Kuklin, D. Milushev (90. Meißner), Schulze; SR: Müller (SSV Besiegdas); ZS: 30.