Nedlitz/Zerbst l  Beide müssen beim jeweiligen Aufsteiger und Schlusslicht ihrer Staffel antreten. Während der Gegner der Nedlitzer, der FSV Borussia Genthin, bereits einen Zähler in der höheren Spielklasse verbuchen konnte, steht der der Zerbster, der SV Grün-Weiß Wörlitz, noch mit leeren Händen da.

FSV Borussia Genthin (16.) – SC Vorfläming Nedlitz (5.). Der SCN hat sich klar auf die Fahnen geschrieben, den vierten Sieg in Folge einzufahren. Von der Tabellensituation her reist er auch als Favorit zum Aufsteiger und Schlusslicht Genthin. Doch „einfach“ wird es nicht, unterstrich SC-Trainer Dirk Bizuga. „Wenn man in die Tabelle guckt, ist es schwierig, die Köpfe frei zu bekommen“, so der Coach, der davor „gewarnt hat, den Gegner auf die leichte Schulter zunehmen“.

„Genthin hat nichts zu verlieren. Es ist eine junge Mannschaft mit spielerischer Qualität.“ Dies zeigte die Borussia teilweise, erzielte gegen Samswegen, übrigens wie die Nedlitzer, vier Treffer und errang im Heimspiel gegen Niegripp einen Punkt.

Heute will Dirk Bizuga die taktische Ausrichtung ändern. Dies hat personelle Gründe, ist aber auch der Tabellensituation geschuldet und dass er „eine andere Variante ausprobieren möchte“. So will der SC heute etwas offensiver auftreten, da er „einen tiefstehenden Gegner erwartet“.

Dazu hat Bizuga 16 Mann zur Verfügung. Kapitän Eduard Hahn ist wieder fit. Auch Nikolai Kuklin hat trainiert und ist schmerzfrei. Dafür fehlen Hannes Mielchen und Marcel Scheinhardt (beide verletzt) sowie Marcel Kilz (privat).

Beim Training hatten „die Jungs viel Spaß“. Nun wünscht sich ihr Trainer, dass sie „den Spaß auch wieder auf den Platz mitnehmen können“. „Wenn der Spaß da ist, wir unsere Ideen, unsere Spielgestaltung und den Abschluss umsetzen können, bin ich guten Mutes, dass wir den Dreier mitnehmen können“, denkt der 48-Jährige, der dafür „jeden Einzelnen in die Pflicht nimmt und fordert, dass jeder von der ersten Sekunde an da sein muss“.

„Wir wollen den nächsten Schritt gehen, unsere kleine Serie fortsetzen und den vierten Sieg in Folge einfahren. Denn in der ausgeglichenen Liga wird es nicht einfacher werden“, weiß Bizuga. SR: Thomas Wissel - Magdeburg.

SV Grün-Weiß Wörlitz (16.) – TSV Rot-Weiß Zerbst (6.). Nach der 0:1-Niederlage gegen den Spitzenreiter DSV 97 haben die Rot-Weißen heute ab 15 Uhr eine ähnliche Aufgabe wie die Nedlitzer vor sich, denn beim Schlusslicht visiert die Mannschaft um Trainer Florian Sens auch „einen Sieg an“.

Dass es beim Schlusslicht leichter werden wird, dies hat nach Aussage von Flori Sens „kein Spieler in den Mund genommen“. „Jedes Spiel muss erstmal gespielt werden und gegen jeden Gegner muss man erstmal gewinnen“, unterstrich der 37-Jährige.

Die Zerbster treffen dabei heute auf ihren ehemaligen Trainer Joachim Schaffer, der die Parkstädter unter seine Fittiche genommen hat. Gut lief es für den Aufsteiger aber noch nicht. Bisher konnte kein Punkt errungen werden. Die knappen 0:1-Niederlagen gegen Elster II und zuletzt gegen Abtsdorf lassen aber hoffen.

Egal, die Zerbster müssen auf sich schauen. Personell muss das Team heute rotieren. Es fehlen Pascal Lude und Nico Düben (beide privat). Philip Alarich ist verletzt und Tami Joris Stephan ist krank.

„Wir werden trotzdem eine gute Mannschaft aufbieten, da einige Verletzte bereits zurückgekehrt sind. Am Personal wird es nicht liegen und ich bin zuversichtlich, dass wir erfolgreich sein werden“, so Sens abschließend. SR: Becker, Jens – Wittenberg.