Nedlitz l Die Nedlitzer starteten verheißungsvoll, denn gleich nach zwölf Sekunden hatte Kapitän Eduard Hahn die erste Möglichkeit. Er war aber nicht konsequent genug und vertändelte den Ball. Nur eine Minute später versuchte es Maximilian Müller mit einem satten Schuss von der linken Seite, aber SSV-Keeper Michael Küster war zur Stelle.

Der SC bestimmte das Spiel und die Gäste kamen nicht zum Zuge. So erarbeitete sich der Gastgeber die nächste Chance. Nach Vorlage von Hahn ging der Schuss von Marcel Kilz neben das Gehäuse. Toni Haberland versuchte es aus zirka 22 Metern und sein Geschoss schlug sehenswert in die untere Torecke zum 1:0 ein (22.).

Unverständlicherweise machten die Nedlitzer nicht so weiter und ließen den Gegner immer mehr ins Spiel kommen. So war Torwart Marcus Hoffmann gefordert und stets kam bei den SSV-Kontern Gefahr auf. „Uns fehlte hinten die Zuordnung und wir hätten einfach schnörkelloser spielen müssen“, sagte Trainer Dirk Bizuga.

Kurz vor der Pause dann die Möglichkeit zum 2:0. Müller setzte sich super durch und sah den mitlaufenden Christian Schmidt, der die Kugel über das Tor setzte.

In der Pause wurden die Probleme angesprochen. Bizuga forderte trotz des tiefen Bodens „ein schnelleres Umkehrspiel, um die Viererkette des SSV zu durchstoßen“.

„Erst einmal plätscherte das Spiel so dahin und optisch war der Gegner gleichwertig“, so Bizuga. Der SSV schien nun Morgenluft zu wittern. Zweimal musste Hoffmann retten. Einmal rannte er aus dem Gahäuse und klärte, dann entschärfte er einen Distanzschuss von Sascha Eichel.

Das war der Weckruf für den SC. Er besann sich und spielte in der letzten Viertelstunde das, was die Trainer sehen wollen. „Es wurde schnell über die Außen gespielt und so hatten wir auch Erfolg“, lobte der Coach.

Beim 2:0 spielte sich Heiko Juskowiak über die rechte Seite gut durch und legte quer auf den mitgelaufenen Kilz, der ohne Mühe einschob (81.).

Die Gegenwehr des Gegners war gebrochen. Beim 3:0 flankte Nikolai Kuklin auf Müller, der direkt und sehenswert abschloss (83.). Das 4:0 war dann erneut etwas für das Auge. Paul Gehrmann schoss von der rechten Seite mit links und der satte Schuss schlug zum Endstand ein (89.).

„Wenn wir einfach und schnörkellos spielen, haben wir auch Erfolg“, bemerkte Dirk Bizuga, der anfügte, dass „der Sieg auch in dieser Höhe verdient war, auch wenn das Spiel Höhen und Tiefen offenbarte“.

Einen Wermutstropfen hielt die Partie dennoch bereit, denn Kevin Tinaglia bekam einen Schlag auf seinen Mittelfuß, den er gerade nach einem Bruch auskuriert hatte. „Hoffentlich ist es nicht wieder so schlimm“, wünscht sich auch der 47-jährige Trainer.

Für den SC stehen noch zwei Spiele an. Bereits am Samstag wartet der Fünfte, SV Arminia Magdeburg, zum Spitzenspiel. Da haben es die Nedlitzer nun selbst in der Hand, die „Vize-Herbstmeisterschaft“ festzumachen. Dabei wird Mario Hosenthien definitiv fehlen. Er hat sich seine fünfte gelbe Karte abholen müssen.

Am 7. Dezember steigt bereits das erste Rückrundenspiel. Dann gastiert der SC beim derzeitigen Schlusslicht SV Eintracht Gommern.

Nedlitz: Hoffmann – Mielchen, Tinaglia (15. Atanasov), Haberland (86. Kuklin), Juskowiak, Barnetz, Hosenthien, Hahn (65. Gehrmann), Schmidt, Müller, Kilz; SR: Sämisch, Mario - Karith; ZS: 30.