Nedlitz l Von der Landesklasse, über Landesliga bis hin zur Regionalliga konnte der 36-Jährige Marcus Rasche Erfahrungen sammeln. Nun wechselte er vom Landesligisten VfB Magdeburg-Ottersleben in den Vorfläming zur Mannschaft von Trainer Dirk Bizuga.

Dennoch ist der sympathische Fußballer kein bisschen überheblich. Im Gegenteil: Er bleibt bescheiden.

Wechsel zum FCM in der C-Jugend

Der Routinier spielt seit seinem vierten Lebensjahr Fußball. Mit fünf Jahren spielte er schon beim MSV Börde. Im zweiten Jahr C-Jugend zog es ihn zum FCM, wo er den Sprung in den Herrenbereich in die Regionalliga schaffte. Nach der Insolvenz entschied sich der Stürmer zum TB Berlin zu gehen, wo er sich nach dem zweiten Spiel einen Kreuzbandriss zuzog.

Kurz nach der Genesung zog er sich nochmals zwei Kreuzbandrisse zu, einen links und einen rechts. „Das war dann sozusagen der Genickbruch. Aber so habe ich mich menschlich gut entwickelt, habe jetzt ein solides Leben und bin zufrieden“, so der Magdeburger, der „nicht so oft zurückschaut“.

Fußball als Leidenschaft

Dass er überhaupt noch spielen kann, empfindet der Routinier „als Segen“. „Ich habe meine Verletzungen schon weg, habe mich durchgebissen und nun auch von der Muskulatur her Vorteile“, so der Sportler, für den Fußball „eine Leidenschaft“ ist. Der Kontakt zu den Nedlitzern entstand über seinen Kumpel Mario Hosenthien, mit dem er nun in einer Mannschaft spielt. Und Trainer Dirk Bizuga ist ein „alter Weggefährte“ aus Gnadauer Zeiten.

Im neuen Verein fühlt sich der „Neue“ wohl. „Ich wurde sehr gut aufgenommen, obwohl ich hier schon das ein oder andere Spiel gemacht hatte und nicht gern gesehen war“, scherzte er. „Und ich freue mich auf die Saison.“

Entfernung kein Problem

Die doch weite Entfernung nach Nedlitz stört den Elbestädter nicht: „Dadurch, dass wir in der Staffel 2 spielen und da viele Magdeburger Mannschaften mit dabei sind, ist jedes Magdeburg-Spiel für mich ein Heimspiel. Und damit kann ich mich anfreunden.“

Auf die Ziele angesprochen meinte er: „Ich bin nicht hergekommen, um in der Mitte rumzudümpeln und würde schon gern oben mitspielen.“ Der erfahrene Spieler räumte aber ein: „Jedes Spiel muss erst einmal gespielt werden und eine Saison ist von vielen Faktoren abhängig. Aber wenn wir von Verletzungen verschont bleiben, sollten wir schon oben mitmischen.“

Glück auch im Privatleben

Im Privatleben hat Marcus Rasche eine feste Freundin, mit der er „sehr glücklich ist“.

Persönlich möchte der in Schönebeck Arbeitende „jedes Spiel genießen, denn ich bin froh, dass ich überhaupt noch spielen und wieder Sport machen kann.“ Und der im Supply-Chain-Management bei der Firma Schirm in Schönebeck Tätige will „alles geben“, was er kann und ihm möglich ist. Und er denkt, „dass er der Mannschaft weiterhelfen kann“.

Auf jeden Fall möchte er auch seine Erfahrungen weitergeben und „die jungen Spieler sinnbildlich an die Hand nehmen“. „Wenn sie sich von mir ein, zwei Sachen abgucken können und ich ihnen helfen kann, wäre das ein super Ding“, bleibt er auch in dieser Hinsicht bescheiden.