Schönebeck l Der Tag begann mit einer Hiobsbotschaft, denn Torwart Ricardo Werner meldete sich am morgen krank. So sollte Youngster Niklas Götz in den Kasten. „Um ihn nicht zusätzlich nervös zu machen, haben wir es ihm erst kurz vor dem Spiel mitgeteilt“, sagte Co-Trainer David Ritze.

Die zweite Hiobsbotschaft entwickelte sich auf dem Platz. Kapitän Hagen Ernst wurde mit einem zu hohen Bein seines Gegners am Kopf erwischt und zog sich eine Platzwunde zu. Es entstand etwas Unordnung und daraus der Elfmeter für die Gastgeber, den Christian Kubos verwandelte (4.). Ernst konnte dann weiter spielen, wurde aber später durch Frank Moller ausgewechselt (46.).

Das 2:0 für den SV war ähnlich wie der erste Treffer. Auf der linken Verteidigerposition wurde der Ball nicht geklärt und Martin Glaser schob aus Abseitsstellung ein (5.).

Auf der Gegenseite wurde Philip Alarich im Strafraum gefoult. Marc Schröter jagte die Kugel zum 1:2 in die Maschen (10.).

In der 25. Minute kam Wacker sogar zum 3:1. Erneut wurde der Ball nicht richtig geklärt und Benny König setzte ihn aus der Drehung sehenswert in den Winkel. „Alle drei Tore konnte Niklas nicht verhindern“, nahm Ritze seinen jungen Keeper in Schutz.

Herangekämpft

Zerbst bewies Moral und kämpfte sich durch zwei Treffer wieder heran. Zuerst nagelte Maik Fambach die Kugel von der 16er Kante oben in den Torwinkel (26.). Dann stand Marc Schröter goldrichtig und sorgte somit für den wichtigen 3:3-Ausgleich vor der Pause (28.).

„Wir waren spielerisch klar überlegen und hatten durch Pascal Lude, Max und Marc Schröter riesen Chancen. Da hätte das Spiel schon entschieden sein können“, bemängelte Ritze die Chancenverwertung.

In Hälfte zwei zeigten die Wacker-Spieler „fast nichts mehr“ und die Rot-Weißen waren überlegen. Max Schröter schoss die Kugel aus halblinker Position über den herauslaufenden Torhüter zum 4:3 ein (60.). Lude war es dann, der vor der Mittellinie losmarschierte und fünf Mann wie Slalomstangen umkurvte und mit dem 5:3 den Deckel drauf machte.

„Wir hatten noch mehr Chancen und ehrlich gesagt, hatte Felgeleben kein Landesklasse-Niveau. Die drei unglücklichen Tore ärgern mich als Verteidiger persönlich sehr. Es bedarf einer Steigerung, gerade im Defensivverhalten“, sagte David Ritze in Hinblick auf den nächsten Gegner am Samstag, den FSV Rot-Weiß Alsleben, der auf Rang vier der Tabelle steht.

Die Rot-Weißen konnten Rang zwei erklimmen und stehen dort punktgleich mit Bernburg II und Zörbig.

Zerbst: Götz – Hagen Ernst (46. Moller), Fambach, S. Sens, Alarich (89. Beckmann), Fischer, Max Schröter, Frens, Meerkatz, Lude, Marc Schröter (67. Möhring).

SR: Stähr, Robert (Bismark); ZS: 71.