Garitz l Nach einer anstrengenden Vorbereitung mit weniger erfolgreichen Spielen gelang Kreisligist SG Dobritz/Garitz ein super Start in die Rückrunde. Bei schwierigen Platzverhältnissen und eisigen Temperaturen zeigte die SG gegen aufopferungsvoll kämpfende Rodlebener eine ansprechende Leistung, mit einiger Luft nach oben.

Am Ende konnte Chemie Rodleben II mit dem 8:0 (3:0) noch zufrieden sein, denn bei mehr Konzentration im Abschluss hätte es durchaus ein höheres Ergebnis sein können.

Das Trainergespann konnte aus dem Vollen schöpfen. Es hatte die Qual der Wahl und konnte es sich leisten, einige Spieler zu schonen, was auch wichtig für die kommenden schwereren Spiele ist.

Die SG fand in der ersten Viertelstunde nur langsam zu ihrem gewohnten Spielfluss. Erst ab der 16. Minute, nach dem ersten Treffer von Eric Metzker zum 1:0, ging es langsam besser. Immer, wenn das Spiel über die Außen und schnell vorgetragen wurde, fand sie den erfolgreichen Abschluss.

Zugegeben, es war auch sehr schwierig gegen die vielbeinige Abwehr der Rodlebener zum Abschluss zu kommen. Teilweise standen bis zu acht Spieler im eigenen Strafraum, verengten so die Räume. Hier half nur schnelles und genaues Pass-Spiel bzw. Eingaben von den Außenpositionen, in die hineingelaufen werden konnte.

So in der 22. Minute, als wieder Metzker zur Stelle war und eine Eingabe von rechts zum 2:0 versenkte. Drei Minuten später war er wieder am richtigen Ort und vollendete zum 3:0.

Mit einem heftigen und eisigen Wind im Rücken verlief sich so manches Abspiel im freien Raum oder wurde vom Rodlebener Abwehrblock abgefangen, weil es teilweise an Genauigkeit fehlte. So kämpften sich beide Teams mit diesen äußeren Bedingungen zur Halbzeitpause und waren froh, sich aufwärmen zu können.

Bessere Aktionen

Mit Beginn der zweiten Halbzeit ließ dieser heftige Wind etwas nach. Man spürte das auch in den besser gelungenen Aktionen. So dauerte es nicht lange, bis Lars Weinelt in der 58. Minute zum 4:0 einnetzte. Jetzt liefen die Aktionen und das Zusammenspiel besser, die Chemiker gerieten gehörig unter Druck und waren dem schnellen Spiel des Gastgebers nicht mehr gewachsen.

Schon in der 60. Minute konnte Metzker mit seinem vierten Treffer auf 5:0 erhöhen. Danach schloss Weinelt nach einem schönen Spielzug zum 6:0 ab (65.).

Die Gäste kamen kaum noch aus der eigenen Hälfte heraus, hatten aber dennoch einzelne Kontermöglichkeiten, die aber von einer sehr gut organisierten Abwehr abgefangen wurden. In der 75. Minute dann ein schöner Treffer zum 7:0 von Bastian Specht, der den Ball volley in das rechte Toreck jagte.

Man merkte dem Burschen seine Erleichterung an. Nach langer Verletzungspause kämpft er sich langsam in das Team zurück und findet sicher zu alter Stärke.

In der 77. Minute hatte dann der Jüngste in der SG, Nick Piechowski, sein Erfolgserlebnis mit seinem Treffer zum 8:0-Endergebnis.

Wie die Anfangsviertelstunde so auch das Schlussviertel. Es wollte nicht mehr allzu viel gelingen, weil das Spiel über die Außen vernachlässigt und mit zu vielen Einzelaktionen der Abschluss gesucht wurde.

Am Ende ein standesgemäßes Ergebnis, aber der Motor läuft noch nicht rund. Es ist noch einiges zu tun bis zur vollen Fahrt.

SG Dobritz/Garitz: Nebelung – Aderholz, Segbers – L. Rudolf – Pfitzner, Schmidt (55. Carow) – Els (62. Piechowski), Herrmann, Albrecht (68. Specht), Metzker – Weinelt (79. Jungnickel), SR: Wünsch (Dessau); ZS: 30. Tore: 1:0, 2:0, 3:0 Metzker, Eric (16., 22., 25.), 4:0 Weinelt, Lars (58.), 5:0 Metzker, Eric (60.), 6:0 Weinelt, Lars (65.), 7:0 Specht, Bastian (75.), 8:0 Piechowski, Nick (77.).