Lübs l Gegen Empor Wanzleben sprang ein 3:2 (1:0)-Erfolg heraus. „Wenn wir jedes Spiel so hätten gestalten können wie dieses, hätten wir wahrscheinlich auch die Liga gehalten“, meinte VfL-Trainer Andreas Schunke, der aber weiß, dass ihm dazu auch das Personal fehlte. „Ich denke, die Leute draußen haben gesehen, dass wir mithalten können und der Sieg im letzten Spiel war eine schöne Geschichte und ein guter Abschluss.“

Die Gehrdener starteten gut in die Partie. Es war zu sehen, dass sie sich mit einem Sieg von ihren treuen Fans verabschieden wollten. Der Offensivdrang wurde auch schon in der 25. Minute belohnt. Eike Höhn zog aus der Distanz einfach ab und der Ball krachte oben in den Winkel. Für den Empor-Keeper gab es nichts zu halten.

Ausgleich in der zweiten Halbzeit

Die 1:0-Führung hielt bis zur Halbzeitpause. Kaum war die zweite Halbzeit angepfiffen, glich Dominic Elling zum 1:1 aus (47.).

Gehrden fightete weiter und Tino Raugust eroberte einen Ball, der eigentlich schon weg war, wurschtelte sich durch und schob ihn am Torwart vorbei ins Gehäuse – 2:1 (53.).

Das dritte Tor für Gehrden fiel nur sechs Minuten später. Felix Schunke wurde außen angespielt. Er legte klug quer auf den mitlaufenden Lars Günther, der aus kurzer Distanz einnetzte.

Parade von VfL-Keeper Böttge

Doch Wanzleben gab sich nicht geschlagen und hatte in der 68. Minute eine gute Möglichkeit, doch VfL-Keeper Dennis Böttge parierte großartig. Kurz danach dann doch der 2:3-Anschlusstreffer durch Johannes René Krätzig, der in der 71. Minute per Kopf zur Stelle war. Nun drehten die Empor-Kicker auf und wollten mehr. Die Gehrdener wirkten verunsichert, hielten gut dagegen und hatten auch etwas Glück und einen überragend haltenden Böttge im Gehäuse.

Günther hatte die große Chance zum 4:2, fand aber im Empor-Keeper seinen Meister. Die letzten beiden Chancen hatten die Gäste. Zuerst entschärfte Böttge einen Kopfball in großem Stil. Danach rannte ein Wanzleber allein auf Böttge zu. Der Ersatztorwart machte sich ganz groß und vereitelte auch diese Großchance. Kurz vor Schluss wurde Martin Beutner im Strafraum zu Fall gebracht, aber Schiri Lukas Müller (Besiegdas) sah es anders. „Das war nicht kriegsentscheidend. Die Jungs haben gut entschieden. Daran hätte es auch nicht gelegen, denn am Ende hätten wir das Spiel schon längst entscheiden können, wenn wir selbst das vierte oder fünfte Tor machen“, sagte der Banker.

VfL Gehrden: Böttge – Leps, Schunke (78. Friedrich), Knape, Raugust, Beutner, Kuske, Höhn (89. Schmidt), Schrimpf, Baumgart, Günther (90. A. Götze); SR: Lukas Müller (Besiegdas); ZS: 70.