Lübs l Die Gehrdener erwischten keinen guten Start. „Die ersten 20 Minuten waren schlecht. Da hätten wir auch durchaus hinten liegen können“, brachte es Trainer An- dreas Schunke auf den Punkt. Er gab auch zu, dass sein Team „nicht ins Spiel gefunden hatte und die Gäste kampfstark waren“.

Seine Mannschaft überstand diese Phase gut und erarbeitete sich Chancen. Eine davon nutzte der agile Martin Beutner zur wichtigen 1:0-Führung in der 30. Minute. „Wie aus dem Nichts heraus kamen wir zum 1:0. Das war ein Tor zum richtigen Zeitpunkt“, war „Schunki“ erleichtert.

Auch die Tore danach von Kapitän Christian Schrimpf und nochmals Beutner kamen zum richtigen Zeitpunkt (30., 45.), so dass der VfL mit einer beruhigenden 3:0-Führung in die Halbzeit gehen konnte.

Trainer Schunke mahnte seine Spieler, weiter zu machen und nicht nachzulassen, auch weil er wusste, wie kampfstark die Jerichower sein können.

Doch so richtig gehört hatten es seine Spieler wohl nicht. „Das Halbzeitergebnis war gut und ich war auch zufrieden, aber was wir in der zweiten Hälfte abgeliefert haben, war teilsweise richtig schlecht“, so der Lübser.

Die Gäste kamen besser aus der Kabine und mit Steffen Höhne zum schnellen 1:3-Anschlusstreffer (48.). „Sie kämpften uns nieder und machten das 3:1“, war der Banker bedient.

Kampf

Nun witterten sie auch Morgenluft und waren dem 2:3 näher als die Gehrdener dem 4:1. Dennoch traf Lars Günther nach raffiniertem Spielzug in der 52. Minute zum 4:1. „Spätestens da hätten wir wieder im Rhythmus sein müssen, aber es war nur noch Kampf und Krampf“, so der Trainer, der bei mancher Szene nur den Kopf schütteln konnte.

Die Gehrdener hatten aber auch Chancen, die jedoch viel zu überhastet vergeben wurden. Auf der anderen Seite hatten sie auch das Glück des Tüchtigen bzw. einen sehr gut haltenden Torwart Dennis Böttge, der so manchen Ball entschärfte. Beim 2:4, erneut durch Höhne, war auch er machtlos (58.).

Eine Schrecksekunde gab es in der 78. Minute, wo Libero Steffen Tangermann nach Zusammenstoß mit Nasenbluten vom Feld musste. Er hatte sich erst kürzlich die Nase gebrochen. Sein Team wünscht ihm gute Genesung.

Am Ende blieb es beim 4:2-Heimsieg. „Wir haben im falschen Moment abgespielt. Da fehlt uns auch die Cleverness“, bilanzierte Andreas Schunke, der anfügte, dass „der Platz zwar gut und auch bespielbar war, aber der eine oder andere Ball versprungen ist, was sonst nicht passiert“.

Der Coach hofft, dass Steffen Tangermann nichts Schlimmres passiert und freute sich am Ende über den Dreier, denn „am Ende zählen die drei Punkte“, auch wenn „der eine oder andere noch mannschaftsdienlicher spielen sollte“.

VfL Gehrden: Böttge – Schunke, Häntze, Gerber, Tangermann (78. Konstabel), Beutner, Kuske, Schrimpf, Schmidt, Günther, Engel).

SR: Uwe Friedrichs, Konrad Tietz; ZS: 33.