Nedlitz l Der Mittelfeldspieler kommt mit Verbands- und Landesliga-Erfahrung in den Vorfläming.

Ausbildung beim FCM

Daniel Trinh ist einer von drei Neuzugängen, den die Vorfläming-Kicker um Trainer Dirk Bizuga präsentieren können. Er schnürte seine Töppen in jungen Jahren in Ottersleben. „Damals bin ich mit einem Kumpel da zum Training gegangen“, erinnert er sich. Nur kurze Zeit dauerte es, bis der 1. FC Magdeburg sein Talent erkannte und ihn zu sich holte. Bis zur C-Jugend genoss er die Ausbildung beim Club, wechselte dann zu den Preussen nach Magdeburg.

„Dort hatte ich mich wohlgefühlt und spielte bis zur A-Jugend, bis sie dann aufgelöst wurde“, sagte er. Ein halbes Jahr ging er zum Stadtrivalen Arminia Magdeburg und wechselte danach nach Halberstadt, wo er mit der A-Jugend ein sehr erfolgreiches Jahr hatte. „Wir sind Meister und Pokalsieger geworden. Leider hatte es in der Relegation nicht gereicht“, erzählte er und dass es „dann schon im Verein etwas drunter und drüber ging“, so dass er zu den Preussen zurückging.

Mit Preussen in der Verbandsliga

Dies war für ihn „ein großer Schritt“, denn im Alter von 18 Jahren spielte er gleich in der Verbandsliga. „Ich habe mich durchgebissen und drei erfolgreiche Jahre gehabt“, blickt der Auszubildende der Stadt Magdeburg, der die Beamtenlaufbahn einschlagen wird, gern auf diese Zeit zurück. Zweimal konnte er mit seiner Mannschaft den dritten Tabellenplatz in der Verbandsliga erreichen. Finanzielle Probleme zwangen die Preussen in die Stadtliga, wo Daniel Trinh „nicht spielen wollte“. So folgte der Wechsel in der Serie 2015/16 zum SV Fortuna Magdeburg in die Landesliga Nord.

Mit dem Team „lief alles“, was der Aufstieg in die Verbandsliga bestätigte. Dennoch hatte sich der Magdeburger „dort nicht mehr wohlgefühlt“ und wechselte zurück zum MSC Preussen in die Landesklasse 2. Auch da, es war in der Serie 2016/17, stieg er mit seiner Mannschaft auf und zwar in die Landesliga Nord. „Aus dieser Zeit kenne ich auch ein paar Nedlitzer“, sagte er.

Trinh freut sich auf kommende Aufgaben

Durch „ein paar Probleme mit dem Sportdirektor“ zog es ihn dann 2018/19 wieder zu den Fortunen in die Verbandsliga, doch er konnte seine Leistungen aufgrund einiger Interna nicht abrufen und zeigen. „Ich habe dann eine Pause eingelegt. Das hatte ich noch nie gemacht, es tat aber ganz gut“, steht er zu seiner Entscheidung. Sein letztes Pflichtspiel absolvierte er Ende November 2019. Durch die Corona-Pandemie wurde seine Pause nun länger als geplant. „Aber jetzt bin ich hier in Nedlitz“, freut er sich auf die kommenden Aufgaben.

In der Zwischenzeit hatte sich der Sportler „immer fit gehalten“. Gemeinsam mit seinem Freund Florian Böning, der beim TSV Rot-Weiß Zerbst spielte und nun mit ihm in den Vorfläming wechselte, hat der „Neue“ „an der Fitness gearbeitet“ und „viel Lauftraining absolviert“. „Aber es ist nicht so das Wahre, denn das Mannschaftstraining ist etwas anderes“, freut er sich auf das Training bei seinem neuen Verein. „Mit dem Ball arbeiten, mal wieder Rasen schnuppern und die Mannschaft und das Trainerteam kennenlernen, ist etwas Neues und es ist ganz gut, dass wir jetzt wieder etwas machen können.“

Eine feste Spielposition hat Daniel Trinh (noch) nicht. „Ich fühle mich auf der 10 am wohlsten, brauche meine Freiheiten und denke, dass ich auf dieser Position am besten meine Stärken einbringen kann. Ob Vorbereiter oder selbst den Abschluss Suchender – ich glaube auf der Position bin ich stark. Das zentrale Mittelfeld ist halt meine Position und da hatte ich auch meine Glanzzeit bzw. meine Glanzjahre.“

Wenn er „seine Freiheiten hat und ins Dribbling geht“, kann er „den gefährlichen Pass spielen“ und das sind seine Stärken, die er nun bei den Nedlitzern einbringen möchte. „Ich bin gespannt, wo mich der Trainer einsetzen wird“, sagte Daniel Trinh.

Keine typische Dorfmannschaft

Der beidfüßige Spieler verfolgt „den Fußballsport in Sachsen-Anhalt“. „Wir hatten ja selbst gegen Nedlitz gespielt und uns da schwer getan. Dass es „keine typische Dorfmannschaft ist, ist das Positive, was mir an Nedlitz aufgefallen ist“. „Sie versuchen, Fußball zu spielen, natürlich mit etwas Zweikampfhärte. Aber so muss man halt spielen in der Liga.“

Oben in der Tabelle etablieren

Nun hofft der Fußballer, dass er sich mit seinem neuen Team „oben in der Tabelle etablieren kann“. „Wir haben ein paar gute Fußballer in den Reihen und ich hoffe, dass ich auch meinen Beitrag zu einer guten Platzierung leisten kann“, beschrieb er seine Ambitionen.

Auch möchte Trinh „von den erfahrenen Spielern noch etwas lernen“. „Egal, wie alt die Spieler sind oder in welcher Liga man spielt, man kann immer noch dazulernen. Ich bin zwar schon 26, aber hier nun wieder einer der jüngeren Spieler. Und diese Abgezocktheit und Zweikampfhärte, davon möchte ich mir schon etwas abgucken. Das gepaart mit meiner spielerischen Linie sollte eine gute Mischung bringen.“

In der Mannschaft gut aufgenommen

In der Mannschaft wurde der Magdeburger „super aufgenommen“. „Ein paar Magdeburger, die ich flüchtig kenne, sind ja auch dabei. Ich hatte auch vorher schon ein Gespräch mit Eduard Hahn und Marcel Kilz und da war das Gefühl über das Vertrauen schon da. Und das hat mich bei diesem Schritt auch bestärkt. Ich brauche einfach das Vertrauen und nur so kann ich auch meine Leistung bringen. Und das hatte mir in der letzten Zeit immer gefehlt. Und hier habe ich das sofort gespürt und deswegen relativ schnell zugesagt“, so der Ledige, der seit dreieinhalb Jahren in festen Händen ist.

Dass seine Familie hinter ihm steht, ist Daniel Trinh ebenfalls wichtig. „Mein Vater hat sich auch gefreut, dass er bei den Spielen in Magdeburg immer zuschauen kann. Alle haben mich bei meiner Entscheidung unterstützt.“

So sieht er den Mehraufwand nicht so schlimm. „Ich liebe Fußball, ich spiele gern Fußball und da nehme ich auch gern so eine halbe oder dreiviertel Stunde Fahrt mit den Jungs in Kauf. Der Aufwand hält sich in Grenzen, zumal die Auswärtsspiele in Magdeburg für mich dann Heimspiele sind.“

Nun hofft Daniel Trinh auf einen zeitnahen Saisonstart. „Ich denke, es wird erst zum Oktober hin, so dass wir nach der Sommerpause im August mit der Vorbereitung beginnen können“. Er will sein Team aber schon im Kreispokal-Halbfinale unterstützen.