Zerbst l Nach dem Kreispokal-Erfolg bei Abus Dessau kassierte die Landesklasse-Elf vom TSV Rot-Weiß Zerbst im Liga-Heimspiel gegen den 1. FSV Nienburg eine 2:4 (2:1)-Niederlage. TSV-Trainer Jens Borchers bescheinigte seiner Elf eine „gute Leistung in der ersten Hälfte“. „Viel Laufbereitschaft war zu sehen und wir haben uns regelrecht in einen Rausch gespielt“, lobte er.

In der zweiten Hälfte war es dann, „als ob einer den Stecker gezogen hätte“. „Wir hatten keinen Zugriff mehr, sind nicht mehr ins Spiel gekommen und haben das, was wir uns in der Pause vorgenommen hatten, fast gar nicht umgesetzt“, war Borchers enttäuscht.

TSV kann die Führung nicht halten

So war die schnelle 1:0-Führung von Pascal Lude schnell wieder dahin, als Tim Knöfler wenig später zum 1:1 einlochte (9.). Erneut erarbeiteten sich die Rot-Weißen die Führung. Torben Fischer setzte sich gut durch und überwand Sebastian Weißke im FSV-Kasten (23.).

Die Führung sollte behauptet bzw. weiter ausgebaut werden, doch es kam anders. Die Gäste narrten die Zerbster Viererkette, die auf Abseits spekulierte und Denis Winter schob lässig zum 2:2 ein (50.).

Die Rot-Weißen versuchten alles und hatten auch ein paar Möglichkeiten durch Lude, Thomas Möhring, Tobias Frens oder Sebastian Sens, doch der Ball fand einfach nicht den Weg ins Tor.

Entscheidung durch Gäste-Doppelschlag

Die Gäste waren effektiver. Nach schnellem Angriff lief TSV-Schlussmann Ricardo Werner unnötigerweise weit aus seinem Gehäuse und Jan Bauer überlistete ihn mit einer gekonnten Bogenlampe zum 3:2 (72.). Gleich nach dem Anstoß eroberte der FSV den Ball und dann lief es fast identisch wie beim 2:2 ab und erneut Winter schob zum 4:2-Endstand ein (73.).

„Jetzt heißt es ganz klar ‚Ellbogen und Brust raus‘“, so Borchers. „Jedem muss bewusst sein, wo wir jetzt stehen in der Tabelle und wir müssen jetzt hart arbeiten, um da wieder rauszukommen.“

Wobei die Aufgaben nicht leichter werden. „Es gibt keine leichten Gegner und wir haben mit Calbe, Förderstedt und Merzien drei richtige Brocken vor der Nase, wo jedem bewusst sein muss, worum es da geht. Die unter uns stehenden Mannschaften können immer mal punkten und dann schnappt die Schlinge richtig zu und wir sind unten drin. Und das ist definitiv nicht unser Anspruch“, machte der Zerbs- ter deutlich.

Er fordert, dass „alle sich geschlossen rauskämpfen und an einem Hebel ziehen müssen“. „Der Hebel kann nur Kampf, absoluter Wille und Bereitschaft sein, sich über 90 Minuten auf dem Platz zu zerfleischen und alle Kräfte zu mobilisieren.“

Statistik

Zerbst: Werner – Alarich (57. Möhring), Fambach (67. Frens), Fischer, Sens, Lude (78. Leps), Schweika, Kosel, Friedrich, Syring.

Schiedsrichter: Presser, Maximilian - Letzlingen;

Zuschauer: 67.