Nedlitz l „Wir wollten unbedingt den Sieg haben und im Gegensatz zum Vorjahr besser in die Serie starten“, sagte Trainer Dirk Bizuga. Beides erfüllte sich. „Das 5:2 ist schon eine Hausmarke, aber wir müssen auch sehen, dass bei Gommern einige Schlüsselspieler gefehlt haben. Dies soll die gute Leistung meiner Mannschaft aber nicht schmälern“, erklärte der Coach.

In den ersten 25 Minuten zeigten die Nedlitzer ihr ganzes spielerisches Niveau. „Hut ab“, meinte ihr Coach. Zwar gingen die Gäste nach einem Foulspiel an Patrick Regenstein, der den Strafstoß selbst verwandelte, nach neun Minuten in Führung. Aber auch nach dem Rückstand war kein Bruch im Nedlitzer Spiel zu sehen. Sofort wurde zum Angriff geblasen. Die erste Gelegenheit hatte Paul Gehrmann, aber SVE-Keeper Julian Kerzel rettete zur Ecke. Die Ecke, getreten von Gehrmann, wehrte Kerzel vor die Füße von Marcel Kilz ab. Dieser zog aus der Drehung ab und hämmerte den Ball genau in den Winkel zum 1:1-Ausgleich (11.). Ein Sahnetor!

Nur vier Minuten später kam Neuzugang Maximilian Müller zu seinem ersten Pflichtspiel-Treffer. Nach Zusammenspiel mit Gehrmann kam das Leder zunächst zu Kilz. Seinen Schuss konnte Kerzel mit dem Fuß abwehren. Müller setzte nach und staubte zum 2:1 ab.

Die nächste dicke Chance hatte erneut Kilz nach feinem Pass von Mario Hosenthien, aber Kerzel konnte klären (28.). Müller setzte wieder nach, aber dieses Mal konnte Kerzel den Ball unter sich begraben.

In der Folge war es „vorbei mit der Herrlichkeit“, meinte Bizuga, der bemängelte, dass Gommern „zu viel Raum gegeben wurde“. Diesen nutzten sie dann auch. Fabian Falkenberg scheiterte mit seinem guten Freistoß an SC-Keeper Marcus Hoffmann. Danach verschätzte sich „Hoffe“, doch zum Glück konnte Philipp Bea den Ball nicht verwerten.

In der Pause wurden einige Sachen angesprochen. Die Trainer forderten, an die ersten sehr guten 25 Minuten anzuknüpfen und von der ersten Sekunde an dagegen zu halten. Doch es kam anders. Ein Zuspiel von Marcus Rasche auf Hosenthien missglückte. Heiko Juskowiak und Kilz eroberten den Ball zwar zurück, verloren ihn aber wieder. Eine langgezogene Flanke erreichte Tobias Bea, der mit einem satten Schuss zum 2:2 ausglich (47.).

Missverständnis

In der 51. Minute machte Juskowiak das Missverständnis wieder wett, eroberte die Kugel und spielte auf Müller, der zum 3:2 einschoss. In der Folge war der SC dominant. Hosenthien, Rasche und Kilz ließen aber beste Chancen aus. „Gommern konnte froh sein, dass sie nicht schon höher zurücklagen“, meinte Bizuga.

In der 65. Minute wurde Rasche im 16er von den Beinen geholt. Der Linienrichter ließ die Fahne unten und so ahndete Schiedsrichter Martin Passmann aus Ausleben dieses Foulspiel nicht. Die „Rache“ folgte auf dem Fuß, als Rasche aus zirka 25 Metern auf das Tor schoss und zum 4:2 verwandelte (68.).

„Es war eine beruhigende Führung und wir haben kaum etwas zugelassen“, war auch Bizuga zufrieden. In der 90. Minute konnte Müller noch seinen Dreierpack schnüren. Der eingewechselte Kevin Wöge behauptete im Mittelfeld den Ball, legte uneigennützig nach links ab und der Torjäger schob zum 5:2-Endstand ein.

„Wir haben Spiel und Gegner beherrscht und in dieser Höhe verdient gewonnen. Wir werden den Sieg aber nicht überbewerten, ihn im Training auswerten und dann können wir mit breiter Brust nach Olvenstedt fahren. Wenn die Mannschaft weiter so Gas gibt und das über 90 Minuten, sollten wir auch dort etwas mitnehmen können“, hofft der 47-Jährige.

SC Nedlitz: Hoffmann – Mielchen, Tinaglia, Juskowiak (73. Lehmann), Barnetz, Hosenthien (75. Ritzmann), Gehrmann, Schmidt, Rasche (85. Wöge), Müller, Kilz; SR: Martin Pasemann (Ausleben), Danny Dmytriw, Jens Kamin; ZS: 74.