Zerbst l So könnte sich das Tabellenbild nach dem sechsten Spieltag ändern, denn die punktgleichen Spitzenteams TV Askania Bernburg II und der Zörbiger FC haben in ihren Heimspielen mit Wacker Felgeleben bzw. SV Baalberge den Vorletzten und das Schlusslicht der Tabelle zu Gast und sollten ihre Aufgabe meistern können.

Die Alsleber spielen mittlerweile ihre dritte Serie in der Landesklasse 4 und mischten immer oben mit. So hat auch Neutrainer Alexander Rebel, der vom Ligakonkurrenten Baalberge kam, „einen Platz unter den ersten drei Mannschaften“ als Saisonziel ausgegeben. In den bisherigen vier Spielen mussten die Kicker aus dem Salzlandkreis nur eine Niederlage einstecken. Und diese ausgerechnet beim Exteam des Trainers in Baalberge.

In der Vorwoche tankten sie beim 3:2-Heimsieg gegen Tabellenführer Askania Bernburg II so richtig Selbstvertrauen und wollen nun im nächsten Spitzenspiel nachlegen.

Doch auch die Zerbster können und werden mit breiter Brust auflaufen. Dafür hatte der 5:3-Sieg, den sie in Felgeleben nach einem 1:3-Rückstand noch erkämpfen konnten, gut getan.

„Es ist unser erstes Spitzenspiel, wo wir natürlich drei Punkte holen wollen“, betonte TSV-Trainer Jens Borchers und fügte an: „Alsleben wird in der Liga als Titelanwärter gehandelt. Ich schätze sie auch sehr stark ein. Ihr Trainer Rebel bringt auch viel Erfahrung mit.“

Für das Vorhaben „Heimdreier“ sieht es personell sehr gut aus. „Wir haben die Qual der Wahl. Der Kader ist mit 18 Leuten qualitativ hoch gespickt. Alle sind heiß und die Stimmung im Team ist gut. Im Training geben alle Gas und jeder will in die Startelf“, verriet der Coach.

Qualitativ hoher Kader

Mit Hannes Dieckmann kommt heute ein weiterer A-Jugend-Spieler „aus der Talentschmiede von Holger Rommel“ hinzu. „Hannes hat so gut wie keine Trainingseinheit verpasst. Er hat heute Geburtstag und wird 17 und kann somit im Männerbereich spielen“, erklärte Borchers, der heute auf dem Platz „ein Spiel auf Messers Schneide erwartet“. „Ich denke, es wird eine Partie auf taktischem Niveau, wo keiner ins offene Messer laufen will.“

Alles ist angerichtet für das Spitzenspiel. Es wird ein richtiger Gradmesser für die Rot-Weißen werden. Nun wünschen sich Jens Borchers und seine Mannschaft „wieder eine tolle Stimmung und positive Unterstützung von den Rängen“. Dabei denkt der 32-Jährige gleich an die Vorwoche zurück: „In Felgeleben waren wir auch dank der mitgereisten Fans zwölf Leute und das puscht ungemein“.

SR: Becker, Jens (Möhlau).