Zerbst l Im letzten Testspiel besiegte die Landesklasse-Elf vom TSV Rot-Weiß Zerbst zwar den Kreisoberligisten TSV Brettin/Roßdorf, doch so ganz zufrieden konnte Trainer Jens Borchers noch nicht sein.

Die Gäste standen sehr tief. „Sie waren sehr fokussiert, standen defensiv und wollten in der zweiten Hälfte kein Tor mehr kassieren, was dann auch klappte“, so Borchers.

In der ersten Hälfte konnten die Rot-Weißen gut spielen und durch Pascal Lude und Torben Fischer in der 14. und 22. Minute auch Tore erzielen. Sie hatten noch weitere klare Möglichkeiten, die sie nicht nutzten. „Die Gäste standen sehr sehr tief. Als Max Schröter frei zum Schuss kam, standen vier bis fünf Brettiner auf der Grundlinie und wehrten den Ball ab. Es hat sich sehr schwer spielen lassen“, erklärte der 31-Jährige, dessen Team klar die „ballführende Mannschaft“ war. „Wir hatten viel Druck und viel hohes Pressing und wenn wir solche Chancen in der Liga nicht nutzen, werden wir gnadenlos bestraft werden.“

Aber in der zweiten Halbzeit nahmen die Zerbster dann etwas den Dampf raus. „Es war, als ob einer den Stöpsel gezogen hatte. Die Luft ging immer mehr raus. Wir haben uns an kleinen Spielsituationen aufgerieben und den Spielwitz verloren“, sagte Jens Borchers.

Aber die Gäste konnten keine einzige gefährliche Situation kreieren und so blieb die zweite Hälfte torlos.

Dennoch konnten die Rot-Weißen ihre Vorbereitung „positiv abschließen“, bilanzierte Borchers. „Das neue Spielsystem fruchtet und wir konnten die Fehler nach und nach abstellen. Und nun freuen wir uns, dass es am Wochenende beim TSV Elbe Aken endlich losgeht. Wir hoffen, dass der eine oder andere Fan auch den Weg nach Aken findet, denn es ist die kürzeste Auswärtsreise.“