Zerbst l Gegen den VfB Borussia Görzig hieß es 4:1 (2:0). Die Rot-Weißen hatten sich viel vorgenommen und setzten die Gäste von Beginn an unter Druck. Erste Chancen wurden auch erarbeitet, doch entweder dem letzten Pass fehlte die Genauigkeit oder VfB-Torhüter Peter Gerstner, immerhin mit 57 Jahren sehr erfahren, war zur Stelle.

Das 1:0 dann nach 33 Minuten durch Benedikt Schweika, der sich gut durchsetzen konnte. Zerbst drückte weiter, aber auch die Gäste kamen zu gelegentlichen Entlastungsangriffen, wobei auch hier nichts Zwingendes heraussprang und wenn der Ball gefährlich wurde, TSV-Keeper Ricardo Werner sicher eingriff.

Noch vor der Pause das 2:0 für Zerbst. Nach einem Foulspiel der Gäste zeigte Schiedsrichter Patrick Welsch aus Aken auf den ominösen Punkt. Sebastian Sens übernahm Verantwortung und lochte zum 2:0 ein (44.). „Wir haben in der ersten Hälfte ganz schön rumpligen Fußball gespielt“, war TSV-Trainer Jens Borchers nicht ganz zufrieden und sagte dies auch in seiner Pausenansprache.

Spielfaden gefunden

Nach der Halbzeit „probierten die Zerbster, ihren Spielfaden zu finden, was stellenweise gut funktionierte“, war der Coach zufriedener. So entstanden auch wieder Torchancen. Maximilian Syring war es, der in der 56. Minute auf 3:0 erhöhte und so für die Vorentscheidung sorgte.

„Leider gab es auch Phasen, wo wir wieder rumpliger gespielt haben“, fand der Zerbster. So konnten die Gäste, die sich nicht aufgaben, in der 77. Minute nach einem gelungenen Konter auf 1:3 verkürzen. Torschütze war Stefan Kuhle.

„Der Gegentreffer hat mich ein bisschen geärgert, war ja auch nur Ergebniskosmetik“, kommentierte Borchers, der sonst „zufrieden war“, aber meinte, dass „mit etwas mehr Spielwitz das eine oder andere Tor mehr drin gewesen wäre“.

Den Schlusspunkt auf den sicheren Heimsieg setzte Philip Alarich in der 84. Minute mit dem Treffer zum 4:1-Endstand.

„Es war vielleicht nicht das spektakulärste Spiel, was wir gezeigt haben, weil doch die eine oder andere Pass-Stafette gefehlt hatte. Aber wir haben die drei Punkte. Das war wichtig, dass wir uns nun wieder Stück für Stück herankämpfen“, so der 33-Jährige.

Nach kurzer Pause wartet auf die Zerbster eine schwierige Auswärtsaufgabe. Am 23. November reisen sie nach Kleinmühlingen zum verlustpunktfreien Tabellenführer TSV Grün-Weiß Kleinmühlingen/Zens.

Zerbst: Werner – S. Sens, Alarich, Fambach, Fischer, F. Sens, Frens, Specht (43. Leps), Schweika (59. Schröter), Böning, Syring.

SR: Welsch, Patrick - Aken; ZS: 59.