Köthen l Ersatzgeschwächt startete der HSV katastrophal in diese Verbandsligapartie, lag nach sieben Minuten 0:7 hinten.

Auch eine zwischenzeitliche Auszeit brachte nichts. Und auch in der zwölften Minute beim Stand von 10:2 glaubten wahrscheinlich nicht viele mehr an eine Wende, was ein Fehler war. Der HSV stellte auf die altbewährte defensive 6:0-Deckung um. Franz Lorenz konnte nun einige Bälle entschärfen und der HSV sein gewohnt schnelles Spiel ausnutzen. Tor um Tor knabberte er den Rückstand ab. Endlich wurden auch wieder einfache Bälle im gegnerischen Tor untergebracht. Was in den ersten Minuten nicht der Fall war.

Pause

Sebastian Daudert konnte unerwartet frei spielen und somit den gut positionierten Kreisläufer Fabian Schwenger bedienen. Mit einem unerwarteten Halbzeitstand von 14:15 ging es in die Pause.

Die Marschroute stand fest: Den Ausgleich machen und das Spiel würde bei null beginnen. Gesagt, getan! In der 36. Minute verschaffte der wurfgewaltige Lucas Ille dem HSV mit zwei Toren in Folge die erste Führung. Jetzt waren alle bis in die Fingerspitzen motiviert. Kurze Ansagen von Felix Gerke und schon spielten die Zerbster ihre Spielzüge gekonnt herunter.

Glänzend aufgelegt waren die Zerbster Außenspieler Paul Kretschmer und Erik Hübner. Selbst in Unterzahl brachten sie den Ball im Tor unter. In der 51. Minute führte die 27:23-Führung dazu, dass Köthen sehr offensiv agierte. David Maerten und Daudert wurden in eine Manndeckung genommen, was wiederum viel Raum für Ille und Gerke brachte.

Auch wenn es in den letzten Minuten nochmal etwas hektisch wurde, konnten sich die Zerbster nach großem Kampf und mit einer hervorragenden Einstellung sowie einer geschlossenen Mannschaftsleistung am Ende mit einem am Anfang nicht wirklich geglaubten Sieg belohnen.

HSV 2000 Zerbst spielte mit: Geilich, Lorenz, Ostermann – Ille (5), Gerke (3), Schwenger (5), Daudert (9/5), Hübner (4), Maerten (2), Kretschmer (3).