Zerbst l Wieder einmal musste der HSV vor dem Spiel alle Register ziehen, um eine spielfähige Truppe aufs Parkett zu schicken. Es entwickelte sich ein Spiel auf Augenhöhe. Felix Gerke führte klug Regie und brachte mit seiner Mannschaft die Wolfener immer wieder in Schwierigkeiten.

Sebastian Daudert ging wieder wie gewohnt dahin, wo es am meisten weh tut. Was auch die blauen und roten Flecken am Körper zeigten. Christian Geilich im Tor parierte wichtige Bälle und hielt die Zerbster im Spiel. Wolfen versuchte, mit schnellem Angriffsspiel zu Toren zu kommen. Der HSV musste das Tempo mitgehen und hoffen, dass die Kräfte bis zum Ende reichen.

Daudert und Maerten konnten dem HSV mit ihren Einzelaktionen erstmal eine Drei-Tore-Führung (11:8) sichern. Wolfen steckte aber nicht zurück und kämpfte sich bis zur Pause wieder heran, so dass beim Stand von 15:14 die Seiten gewechselt wurden.

Der Gast aus Wolfen kam etwas besser aus der Kabine. Zu einfach war die Zerbster Deckung jetzt zu überwinden. Es machte den Anschein, als ob jeder für sich allein spielte und die Geschlossenheit völlig außer Acht gelassen wurde. In der 38. Minute führte Wolfen mit 19:17.

Eine kurze Umstellung der Zerbster und es kam die Zeit von Fabian Schwenger. Immer wieder fanden Daudert oder Gerke die Lücke und konnten Schwenger am Kreis bedienen, der förmlich den Ball ansaugte und sicher im Tor unterbrachte. In der 44. Minute führte der HSV wieder mit 22:21.

Jetzt brauchte der mit Erkältung spielende Paul Kretschmer eine Pause und so musste nun auch Markus Natho noch einmal das Trikot anziehen. Daudert und Hohmann konnten dem HSV eine Zwei-Tore-Führung verschaffen. Franz Lorenz hielt einen Strafwurf und nun sollte sich das auszahlen, was man vor dem Spiel besprochen hatte. „Das Spiel gewinnen wir in den letzten Minuten!“

Letzte Minuten zählen

Gerke sagte nur einen Spielzug an und in jedem Angriff wurde daraus eine andere Variante gespielt. Erfolgreich. Tor um Tor baute der HSV jetzt die Führung aus. Die Halle belohnte diese kämpferische Leistung mit lautstarkem Applaus. In der 59. Minute stand es 35:28 für den HSV. Auch ein verworfener Konter des HSV in der letzten Sekunde machte nicht die tolle Leistung in den letzten Minuten zu Nichte.

Am Ende war es ein verdienter 35:29-Sieg des HSV. Ein Dank gilt dem tollen Publikum und den Fans für die lautstarke Unterstützung.

HSV Zerbst: Geilich, Lorenz, Ostermann – Gerke (5), Natho, Schwenger (7), Wuttke, Hohmann (3), Daudert (15/4), Hübner (1), Maerten (4), Kretschmer (4).