Zerbst l Trotz gut gefüllter Bank beim HSV waren einige Spieler angeschlagen, so dass zum Beispiel Linksaußen Fabian Schwenger über weite Strecken am Kreis zum Einsatz kam und auch der aus Wolfen zurückgekehrte Max Lemke bekam viel Einsatzzeit und rechtfertigte diese auch.

Der HSV kam gut rein (4:1, 4.), aber die Gäste stellten schnell wieder den Anschluss her und ließen sich fortan nicht mehr abschütteln. Die Zerbster legten immer wieder ein, zwei Tore vor (13:11, 21.), aber im HSV-Spiel wechselten bei allen Spielern Licht und Schatten im Minutentakt. So folgten auf ein schön herausgespieltes Tor oder eine gelungene Einzelaktion auch schnell ein unnötiger Fehlpass oder ein überhasteter Abschluss. In den letzten 30 Sekunden verwarfen die Zerbster noch einen Strafwurf und kassierten eine Zeitstrafe. Folgerichtig ging es mit einem Unentschieden in die Pause.

Zu Beginn der zweiten Hälfte verlor der HSV zusehends den Faden. Die Gäste bestraften jeden Fehler eiskalt und setzten sich ein wenig ab (19:23, 38.). Nach der folgenden Auszeit kämpfte sich der HSV wieder ran (22:23, 42.), aber es gelang nicht, Stabilität ins eigene Spiel zu bringen. Bernburg zog erneut weg (23:27, 49.) und die Zerbster schafften es anschließend, drei Strafwürfe nicht im gegnerischen Tor unterzubringen. Trotzdem kämpften sie weiter um jeden Ball und auch Franz Lorenz im HSV-Tor nahm den Gästen jetzt einige Würfe ab.

In der 57. Minute gelang dem gut aufspielenden Erik Hübner der Anschlusstreffer zum 29:30. Bernburg schlug direkt zurück und als der HSV dann den insgesamt fünften Siebenmeter verwarf, glaubte in der Halle keiner mehr so recht an ein halbwegs positives Ende.

Zerbster profitieren

In den Schlussminuten leisteten sich die Gäste dann doch das eine oder andere Foul zu viel und die Schiedsrichter ahndeten dies konsequent. Davon profitierten die Zerbster hinten wie vorn und Fabian Schwenger erzielte eine halbe Minute vor Schluss den Ausgleich und der HSV brachte das erste Unentschieden der Saison auch über die Zeit.

Am Ende, da waren sich alle so ziemlich einig, war der Punktgewinn noch das Beste aus Zerbster Sicht. Am Samstag geht es auswärts zum sehr heimstarken BSV Fichte Erdeborn. Will der HSV dort etwas mitnehmen, ist eine deutliche Steigerung nötig.

HSV Zerbst: Geilich, Lorenz, Ostermann – Wuttke, Gerke (1), Schwenger(2), Hohmann (4), Daudert (9), Maerten (3), Kiele r, Kretschmer (1), Lemke (3), Hübner (7), Ille (1).

Nächster Spieltag, Sa./So., 2./3. Februar

SV Blau-Rot Coswig – HC Burgenland II SV Anhalt Bernburg II – HG 85 Köthen II BSV „Fichte“ Erdeborn – HSV 2000 Zerbst SV 07 Apollensdorf – HSG Wolfen 2000 HV Wernigerode – Weißenfelser HV 91 HT 1861 Halberstadt – SV Friesen Frankleben