Wittenberg l Nach der Beratung am Mittwoch auf Bundesebene, die Corona-Pandemie einzudämmen, beschloss der Handball-Verband Sachsen-Anhalt den Spiel- und Trainingsbetrieb ab den 2. November vorläufig auszusetzen. Die Tastsache, dass wenige Stunden vor dem ausgerufenen Lockdown noch ein Punktspiel stattfinden soll, ließ viele Fragen offen.

Kein guter Start

Nachdem die SV Grün-Weiß Wittenberg/Piesteritz grünes Licht für die Austragung gab und die Bereitschaft der Zerbster Mannschaft vorlag, stand der Partie am Sonntag nichts mehr im Wege. Um 10:20 Uhr war Anpfiff in der Stadthalle in Wittenberg. Gingen in der Vorsaison beide Begegnungen deutlich an Wittenberg, hatten die Zerbster ein Jahr später etwas dagegen.

Der Start verlief alles andere als glücklich. Sieben Minuten waren gespielt und die HSV-Kids lagen 0:3 hinten. Für diesen Fehlstart gab es eindeutige Gründe. Gut herausgespielte Tormöglichkeiten wurden am Ende kläglich vergeben oder vom Heimtorhüter entschärft. In der achten Spielminute erzielte Noah Thomalla den ersten Treffer für sein Team und kurze Zeit später fiel das 2:3 durch Noah vom Sieben-Meter-Punkt.

Nach zehn Minuten sah die in diesem Jahr eingeführte Spielordnung eine dreiminütige Pause vor. Diese nutzte das Trainertrio, um die Jungs zu motivieren.

Zum ersten Ausgleich traf John Ringleb mit einem Doppelpack zum 5:5 nach 16 Spielminuten. Colin Geilich konnte im Angriff Akzente setzen, indem er gekonnt seine Mitspieler in Szene setzte. Beide Mannschaften kämpften verbissen um jeden Ball. Keine Mannschaft konnte sich entscheidend absetzen. Lennox Müller traf mit seinem ersten Treffer in dieser Saison zum 6:6. Zwei technische Fehler sorgten vor dem Halbzeitpfiff für Ballverluste, die die Wittenberger Mannschaft zur 8:6-Pausenführung einnetzte.

Erschwerend kam der Ausfall von Ole Zielinsky hinzu, der sich am rechten Fuß verletzte und im zweiten Spielabschnitt nicht mehr eingreifen konnte.

Michel Els eröffnete für die Gäste den Torreigen im zweiten Spielabschnitt. Dennoch führte der Gastgeber in der Folgezeit mit drei Toren. Nun rückte Lex Jordan immer mehr in den Mittelpunkt. Er hielt einen Penalty und verhinderte eine Vier-Tore-Führung der Grün-Weißen. Außerdem schien die Parade ein Weckruf für die Zerbster Youngster zu sein und große Unterstützung erhielten sie von der Bank von Lucian Schmitz.

Zerbster drehen Partie

Noah Thomalla und der gut aufgelegte Jona Böhm, der zwei Tore in Folge warf, sorgten für den erneuten Ausgleich. Beim Stand von 11:11 ging es ins letzte Viertel. Achim Wurche rieb sich im Zweikampf mit dem erfolgreichsten Wittenberger Torschützen auf. Für seinen Einsatz erhielt er nach 34 Spielminuten die dritte Zeitstrafe und damit die rote Karte. Zu diesem Zeitpunkt führten die Zerbster Kids bereits mit drei Toren und sorgten für hängende Köpfe im Lager der Gastgeber. Mit einem 4:1-Lauf in den Schlussminuten schraubten die Gäste das Ergebnis auf 14:20 in die Höhe und siegten am Ende deutlich.

Zerbst: Lex-Tyson Jordan – Achim Wurche (2), Lennox Müller (1), Lucian Schmitz, Ole Jannes Zielinsky, John Jay Ringleb (2), Jona Elias Böhm (4), Colin Geilich, Michel Els (2), Noah Thomalla (9).

Trainer: Michel Gerke, Felix Gerke, Thomas Gerke.

Alle Ergebnisse

HBC Wittenberg – SV Blau-Rot Coswig 12:31 Wittenberg-Piest. – HSV 2000 Zerbst 14:20 SG Kühnau – Jessener SV 53 37:8

Tabelle

1. SG Kühnau 3 94: 31 6: 0

2. HSV 2000 Zerbst 3 64: 41 4: 2

3. SV Blau-Rot Coswig 1 31: 12 2: 0

4. GW Wittenberg-Piest. 3 50: 72 2: 4

5. Jessener SV 53 1 8: 37 0: 2

6. VfB Zahna 1921 1 4: 37 0: 2

7. HBC Wittenberg 2 30: 51 0: 4