Naumburg l Zur Verwunderung aller war der HSV besser besetzt als der Gegner. Die Zerbster starteten sehr gut ins Spiel. Am Kreis begann, nach starker Vorstellung gegen Wolfen, wieder Fabian Schwenger, der auch gleich den ersten Treffer erzielte.

Es entwickelte sich von beiden Seiten ein sehr schnelles Spiel. Burgenland versuchte über das Konterspiel zum Erfolg zu kommen, jedoch hatte der im Zerbster Tor stehende Franz Lorenz einen super Tag erwischt. Reihenweise entschärfte er 100-prozentige freie Bälle des Gegners. Leider schafften es seine Mitspieler nicht, diese Leistung im Angriff zu spiegeln. Zu einfach und leichtfertig wurden die Angriffe ausgespielt und der Ball in die Hände des Gegners gebracht. Abspielfehler häuften sich und hinzu kam ein katastrophales Rückzugsverhalten der Zerbster.

In der 14. Minute beim Stand von 8:5 nahm Trainer Markus Natho seine erste Auszeit. Nach kurzem Zusammenraufen der Mannschaft ging es weiter. Es dauerte dennoch bis zur 19. Minute, ehe der HSV ins Spiel zurückfand und den Gegner mehr und mehr unter Druck setzte.

Mit einer nun doch wieder gut stehenden 6:0-Deckung konnte der HSV nun auch sein eigenes Konterspiel anwenden. Schwenger, Kieler und Daudert warfen ihre Mannschaft in der 25. Minute mit vier Toren in Folge mit 14:13 in Führung.

Aber wieder brachte eine Auszeit des HC Burgenland die Zerbster aus dem Rhythmus und so gingen sie mit einem 16:18-Rückstand in die Halbzeit.

Burgenland erhöhte den Vorsprung sofort nach Wiederanpfiff auf 19:16 und der HSV war gezwungen, wieder einmal einen Drei-Tore-Rückstand aufzuholen. Man kann sagen, was man will, aber an der Einstellung hat es nicht gelegen. Auch wenn nun auf beiden Seiten sehr strittige und klare Fehlentscheidungen der Schiedsrichter hinzu kamen, schaffte es der HSV in der 37. Minute wieder zum 20:20.

Nach der erneuten Auszeit seitens des Gegners blieb der HSV konzentriert und ließ sich nicht einschüchtern. Die Halle wurde zunehmend lauter. Phasenweise verstand man auf der Bank kein Wort. Somit war ein Reinrufen zur Mannschaft unmöglich. Ab der 50. Minute führte der HSV immer mit einem Tor. In der 57. Minute bekamen die Gastgeber einen Strafwurf zugesprochen. Lorenz und Geilich wechselten im Tor und prompt machte Geilich da weiter, wo Lorenz aufhörte und parierte den Siebenmeter.

Führung

Doch in dieser Phase vergaben die Zerbster zu leichtfertig den Ball und Burgenland konnte im Gegenstoß nicht nur die Nase von David Maerten fast brechen, sondern auch mit 29:28 in Führung gehen.

Auszeit Zerbst. Kurze Absprache für den nächsten Angriff. Aber auch dieser Ball wurde zu einfach hergegeben und somit erhöhte Burgenland eine Minute vor Schluss auf 30:28. Schwenger erzielte 24 Sekunden vor dem Ende den Anschlusstreffer zum 29:30.

Jetzt half nur noch komplette Manndeckung und tatsächlich erkämpften sich die Zerbs- ter Sekunden vor dem Ende den Ball, doch das Tor war bei Eintreten der Schlusssirene einfach zehn Meter zu weit weg.

Am Ende verlor der HSV durch sein teilweise unkonzentriertes Angriffsspiel.

„Nun heißt es, abhaken und Mund abwischen, denn am kommenden Samstag kommt mit Coswig ein alter Bekannter zum letzten Spiel in die Sporthalle ‚Zur Jannowitzbrücke‘. Natürlich möchte sich der HSV mit einem Sieg und so mit einem ausgeglichenen Punktekonto aus der Saison verabschieden“, blickte Markus Natho voraus.

„Ein Dank gilt allen Fans und Zuschauern, die die Reise mit ins Burgenland gemacht und die Mannschaft unterstützt haben“, sagte Natho im Namen der Mannschaft.

HSV 2000 Zerbst: Lorenz, Geilich, Osterland – Schwenger (7), Hohmann, Daudert (12/3), Hübner, Maerten (1), Kieler (4), De Vries (1), Kretschmer (4), Natho.