Sandersdorf (sth/sza) l Die Zerbster starteten mit Manuel Wassersleben (588) und Steffen Heyd- rich (582). Union setzte auf Neuzugang Heinz-Martin Stier (547) und André Röder (606). Beide Zerbster legten los, wie die Feuerwehr und setzten bereits zu Beginn ihre Gegenspieler unter Druck. Während Wassersleben den ersten Satz klar für sich entscheiden konnte, hatte Heydrich gegen die Neunerserie von Röder im Räumen und die starke 171er Startbahn keine passende Antwort.

Im zweiten Satz drehte Wassersleben mit 171 Kegeln richtig auf und ging mit 2:0 Satzpunkten (SP) in Führung. Auch die Einwechslung von Christian Schuch ab dem 41. Wurf brachte da nichts.

Auf der anderen Seite konnte Heydrich zum 1:1 ausgleichen und die Partie war wieder offen. Doch die Unioner gaben sich nicht auf und entschieden die jeweils zwei restlichen Sätze für sich. Aufgrund des höheren Endergebnisses ging der MP an Wassersleben. Röder gewann seine Partie mit 3:1 SP. Somit stand es nach dem ersten Durchgang ausgeglichen 1:1 nach MP und der Kegelvorsprung für die Zerbster be- trug 17.

Im zweiten Durchgang sollten Stefan Stortz (518) gegen Kai Brandt (585) und Denny Ackermann (570) gegen Steven Sasse (599) den Vorsprung weiter ausbauen. Doch alles kam ganz anders. Sasse und Brandt machten von Beginn an Druck. Die beiden Zersbter konnten da nur zuschauen und so verwandelte sich der Vorsprung in einen deutlichen Rückstand. Sasse gewann gegen Ackermann klar mit 3,5:0,5 SP und auch Brandt machte es gegen Stortz recht deutlich mit 3:1 SP. Somit gingen die Gastgeber mit 3:1 MP und 79 Kegeln in Führung.

Im Lager der Zerbster stieg sichtlich die Nervosität und sie gingen schon wieder vom Schlimmsten aus. Mit solch einer Hypothek starteten Robert Herold (579) gegen Sebastian Neuber (549) und Robert Heydrich (608) gegen Patrick Jahn (520). Der erste Satz verlief recht ausgeglichen und die große Aufholjagd blieb aus. Im zweiten Satz brachen jedoch die Unioner ein, was Herold und Heydrich sofort nutzten und wichtige Kegel herausholten. Auch den dritten Satz konnten beide Zerbster für sich entscheiden und sie gingen sogar mit 18 Kegeln Vorsprung in den letzten Satz. Heydrich hatte zu diesem Zeitpunkt seinen MP sicher und auch Herold lag in den Sätzen mit 2:1 vorn.

Die Anspannung vor der letzten Bahn war kaum auszuhalten, denn beide Teams wollten die ersten Saisonpunkte einfahren. Heydrich und Herold behielten einen kühlen Kopf und konnten mit zwei guten Schlussbahnen (151/155) den Sieg für ihr Team über die Ziellinie retten. Am Ende konnte sich der SKV II über die ersten beiden Tabellenpunkte und den Mannschafts-Bahnrekord freuen.

„Ich bin unfassbar stolz auf meine Mannschaft und die gezeigte Leistung. Gerade nach dem letzten Spiel gegen Schönebeck, wo wir deutlich unter unseren Möglichkeiten blieben, war dies die richtige Antwort“, sagte ein sichtlich zufriedener Kapitän Robert Herold.

Durch diesen Sieg gaben die Zerbster die rote Laterne ab und stehen nun auf Platz zehn. Am Wochenende kommt der Tabellensiebte, die Sportfreunde vom SV Geiseltal Mücheln, ins „Stadtwerke Kegelsportcenter“.