Neunkirchen l Nach dem klaren Hinspielerfolg gegen den österreichischen Vertreter Composites Neunkirchen gelang auch im Rückspiel ein klarer Sieg, bei dem der bestehende Bahnrekord mit sagenhaften 170 Kegeln überspielt wurde.

„Wir haben eine sehr gute Leistung gezeigt und sind wieder verdient im Halbfinale. Wir wollten hier klar gewinnen und mit Rückenwind in die nächsten Wochen gehen“, zeigte sich SKV-Teamchef Timo Hoffmann zufrieden.

Die Weichen auf Sieg stellten im Startpaar Mathias Weber und Uros Stoklas. Weber hatte mit Dieter Konrath (568) keine Mühen. Mit 612 Kegeln konnte er zwar nicht komplett an seine Topleistungen der Vorwochen anschließen, gewann aber sicher mit 3:1 Satzpunkten (SP).

Keine Zweifel am Favoriten

Da Stoklas parallel gegen den serbischen Weltmeister Milos Simijonovic in Schlagdis- tanz blieb, fiel bereits schnell die Entscheidung zum Weiterkommen für den SKV. Der Serbe zauberte mit starken 691 Kegeln einen neuen Bahnrekord auf die Platte. Stoklas hielt dagegen und zeigte mit 664 Kegeln ebenfalls eine überzeugende Leistung. Er unterlag mit 1:3 SP.

Im Mittelpaar ließen Manuel Weiß und Thomas Schneider keinen Zweifel aufkommen, wer der Favorit ist. Weiß begann sehr stark, konnte das hohe Niveau aber nicht über die gesamte Zeit halten. Gegen Michael Gollubits blieb er mit 2,5:1,5 SP und 614:589 Kegeln aber jederzeit Herr der Lage. Gleichzeitig lieferte Schneider das nächste Topresultat für sein Team ab. Mit starken 671:610 Kegeln und 3:1 SP ließ er dem österreichischen Nationalspieler Christoph Essmeister keine Chance.

Nach langer Spielpause konnte Timo Hoffmann im Schlussdurchgang ebenfalls überzeugen. Er steuerte mit 664 Kegeln das dritte Weltklasse-Resultat bei. Ihm gelang mit 3,5:0,5 SP gegen den zweiten serbischen Weltmeister im Team von Neunkirchen, Radovan Vlajkov (640), ein wichtiger Erfolg.

Den Sieg rundete in gewohnter Manier Boris Benedik ab. Er siegte mit 4:0 SP und 637:535 Kegeln gegen den überforderten Franz Wendl.

Schwabsberg überrascht

„Glückwunsch an die Mannschaft. Wir haben ein sehr gutes Spiel gesehen. Auch Glückwunsch an Milos Simijonovic zum neuen Bahnrekord“, freute sich SKV-Sportwart Andreas Förster.

Im Halbfinale am Ostersamstag treffen die Rot-Weißen nun auf einen alten Bekannten. Die Mannschaft aus Szeged konnte überraschend den knappen Heimspielerfolg gegen Bamberg auswärts über die Zeit retten. In Bamberg gelang ein 4:4-Unentschieden. Der dritte Vertreter aus Deutschland schaffte die Sensation. Schwabsberg gelang gegen den Weltpokalsieger aus Zalaegerszeg ein vielumjubelter 6:2-Erfolg. Er egalisierte damit die Hinspielniederlage. Die Württemberger zogen ins Halbfinale gegen den nächsten Topfavoriten aus Podbrezova ein.