Zerbst l Dort ist nochmals vollste Konzentration gefragt, bevor es in die wohlverdiente Kegelpause geht.

Die Zerbster fahren als Titelverteidiger nach Freiburg, sind klarer Favorit und wollen die Trophäe erneut an Land ziehen. Um den ersten Schritt zu machen, müssen sie im Halbfinale Bundesliga-Aufsteiger Rot-Weiß Hirschau bezwingen.

Wenn die Männer um Kapitän Timo Hoffmann diese Hürde nehmen, treffen sie im sonntäglichen Finale auf den Sieger der zweiten Halbfinal-Partie zwischen Schwabsberg und Zwickau.

„Wir wollen den Pokal verteidigen und ich hoffe, dass die Jungs den Schwung von der WM mitnehmen können“, sagte SKV-Präsident Lothar Müller.

Am Wochenende hat die Mannschaft sicher damit zu tun, ihre Emotionen in den Griff zu bekommen, denn Pub-likumsliebling Boris Benedik wird sein letztes Spiel im Trikot der Rot-Weißen bestreiten. „Gerade deshalb wollen wir gewinnen, um ihm zum Abschied nach der Meisterschaft auch den Pokal zu schenken“, so Müller, der selbst sicher auch wieder viele Tränen vergießen wird.

Der Slowene Boris Benedik spielte zehn Jahre für den SKV, von 2007 bis 2010 und seit 2012 ist er den Rot-Weißen treu und ist ihnen ein sehr guter Freund geworden. Er hat großen Anteil an den großen Erfolgen des SKV, war oftmals der Matchwinner. Der Abschied tut weh. Dennoch müssen sich die Zerbster voll konzentrieren, um ihm zum Abschluss die Trophäe widmen zu können.

„Wir wollen den Pokal gewinnen, gehen aber mit gewisser Lockerheit an die Aufgabe heran, denn die Saison und zuletzt die WM haben viel Kraft gekostet“, sagte Teamchef Timo Hoffmann. Dennoch wird er und auch seine Mannschaft das Final Four „ernst nehmen“. „Wir nehmen es so wie jedes Jahr. Es ist unser Saisonabschluss und wir sind im Final Four. Die großen Ziele sind alle erreicht und diese werden wir auch noch einmal Revue passieren lassen.“

Natürlich wäre es schön, wenn die Mannschaft zur Krönung dieser erfolgreichen Saison den Pokal am Sonntag in die Höhe strecken könnte.