Zerbst l Der Start- und Zielbereich füllte sich so langsam, die Stimmen wurden lauter und Kinderlachen füllte die Luft. Es war aber auch Anspannung spürbar. Nach einer kurzen Erklärung der Laufstrecke und der anschließenden Ehrungs-Formalitäten erteilte der Vorsitzende der LG Grün-Weiß 82 Zerbst, Martin Reichel, den Startschuss. Los ging es für die 31 Schnupperläufer, die alle die 600 m-Runde um den Schlossteich meisterten. Alle Kinder kamen ins Ziel und es gab (fast) keine Tränen. Jeder Teilnehmer erhielt sofort Glückwünsche und eine Medaille.

Leistung verdient Respekt

Erster war der achtjährige Franz Elmenthaler vom TSV Rot-Weiß Zerbst in schnellen 1:57 min. Er rannte danach auch noch die Drei-km-Distanz und siegte auch da in seiner Altersklasse in 15:28 min. Schnellstes Mädchen war hier Sarah Lorenz (W9) aus Deetz in 2:08 min. Besonderen Respekt verdient die Leistung des Leipzigers Holm Staude (M65). Der einstige Triathlet reiste, wie bereits im Vorjahr, mit seinem Rollstuhl an und absolvierte die 600 m-Strecke mit Krücken in einer Zeit von 39:12 min.

Während die Mitglieder der LG Grün-Weiß 82 Zerbst fleißig die Urkunden für die Siegerehrung der Kinder schrieben, füllte sich der Start- und Zielbereich hinter der Grundschule „An der Stadtmauer“ an der Pferdeschwemme sichtlich. 118 Teilnehmer aus dem gesamten Bundesland sowie ein Nordic Walker nahmen die drei angebotenen Distanzen in Angriff. Sogar Läufer aus der Stadt Datteln im nördlichen Ruhrgebiet oder Köln aus Nordrhein-Westfalen, Bietigheim-Bissingen in Baden-Württemberg, Lich in Hessen oder auch aus Bayern waren am Start. Die neu angebotene Strecke über drei km fand Zuspruch. 13 Athleten, von der Altersklasse acht bis 40, probierten diese aus. „Wir haben die drei km mit aufgenommen, da einige Läufer meinten, der Unterschied von 600 m bis fünf km sei sehr groß. So steht nun auch noch eine Strecke dazwischen im Angebot“, erklärte Martin Reichel, der gemeinsam mit Jan Hädrich, der den Bürgermeister der Stadt Zerbst, Andreas Dittmann, vertrat und selbst mitlief, den Startschuss gab.

Seine Tochter Annalena Hädrich vom TSV Rot-Weiß Zerbst absolvierte die neue Strecke über drei km in beachtlichen 13:53 min und kam als Erste über die Ziellinie.

Die Fünf-km-Strecke meisterten die für den TuS Leitzkau startenden Läufer Thomas Erxleben (M40) und Lucy Achtel (W13) am schnellsten. Erxleben benötigte nur 18:06 min und Achtel nur 20:22 min.

Andy Baake Schnellster

Die doppelte Distanz von zehn km absolvierte der Zerbster Andy Baake (M30), der für den TV Dessau 92 startet. Er benötigte nur 36:03 min und konnte somit die Zeit des Vorjahressiegers Marcus Kostelack (TuS Leitzkau), der 36:04 min benötigte, knapp unterbieten.

Als schnellste Frau überquerte Stefanie Rachow-Könnicke (W35) in 51:04 min die Ziellinie.

Alle Läuferinnen und Läufer wurden mit viel Applaus seitens des fachkundigen Publikums an der Strecke und vor allem im Zielbereich bedacht. In diesem Jahr war der PSV Zerbst/Anhalt stark vertreten. Er nahm mit 21 Läuferinnen und Läufern über die Drei-, Fünf- und Zehn-km-Strecken teil und wurde bei der Siegerehrung mit dem Pokal für die stärkste Laufgruppe geehrt.

Auch die Schnupperläufer erhielten in der Zwischenzeit ihre Auszeichnungen. Alle Kinder bekamen Urkunden und kleine Sachpreise.

Bei der Siegerehrung für die Hauptläufer, die traditionell an der Stadthalle vorgenommen wurde, wurden alle Altersklassen-Sieger ausgezeichnet.

Bei der großen Tombola gab es erneut schöne Preise und viele glückliche Gewinner.

Die Mitglieder der Laufgruppe Grün-Weiß 82 Zerbst waren auch bei der 29. Laufauflage sehr gute und rührige Gastgeber. Von Seiten der Läufer war nur Lob zu hören. Nun können sich die Grün-Weißen erst einmal erholen, bevor im nächsten Jahr, im Jahr 2020, die 30. Auflage groß gefeiert wird.

Viel Zeit zum Durchschnaufen hatte nur Martin Reichel nicht, denn er war schon im „Urlaubsstress“, denn gleich am Sonntag sollte es losgehen. Dennoch möchte er sich im Namen seiner Vereinskollegen „bei allen Helfererinnen und Helfern sowie allen Sponsoren herzlich bedanken“. „Ohne diese große Unterstützung wäre die Ausrichtung des Laufes nicht möglich“, so Reichel.