Burghausen (alü/sza) l Die Meisterschaften waren international ausgeschrieben und es kamen tatsächlich vereinzelt Schwimmer aus Österreich, der Schweiz, Mexiko, Dubai und USA nach Burghausen an der Salzach, dem Grenzfluss zu Österreich. Jugendliche und Mastersschwimmer wurden in den angebotenen 2,5; fünf; 7,5 und zehn km getrennt gewertet. Insgesamt zählte man 674 Teilnehmer. Die Veranstaltung wurde am Wöhrsee durchgeführt, der erstaunliche 27° Wassertemperatur aufwies.

Besonders schnelle Zeiten

Fast alle Schwimmer freuten sich über besonders schnelle Zeiten, da nicht nur die Temperatur für lockere Bewegungen sorgte, sondern auch die spiegelglatte Wasseroberfläche und die seitlichen Ufer die Orientierung sehr erleichterten.

Für die 2,5 km-Strecke ist seit längerem als Limit unterschiedslos für Alt und Jung, weiblich und männlich, eine Stunde und 15 Minuten angesetzt. Wer diese Zeit überschreitet, wird aus dem Wasser geholt, kann den Wettkampf nicht beenden und ist umsonst angereist.

Das passierte zunächst etlichen Schwimmern, vor allem bei Wellengang und schlechter Sicht. Entsprechend pendelte sich die Beteiligung in den höheren Altersklassen auf niedrigem Niveau ein.

Bei den Frauen trat in den Altersklassen (AK) 80, 75 und 65 in Burghausen jeweils nur eine Teilnehmerin an. Erst in AK 55 kamen über zehn Schwimmerinnen zusammen. In AK 70 siegte eine Schweizerin vor den beiden angetretenen Deutschen.

Annemarie Lüdicke vom TV „Gut Heil“ Zerbst erreichte den Titel über 2,5 km in der AK 80 nach zwei Runden in 53:44,7 min vor der Siegerin der AK 75, die eine Stunde benötigte. Bei den Meisterschaften der vorangegangenen Jahre in Mölln, Magdeburg und Hamburg hatte Lüdicke mehrere Minuten länger benötigt. Sie war in Burghausen die älteste Teilnehmerin. Bei den Männern gehörte der Älteste, der sehr schnelle Joachim Hintze aus Berlin, der AK 75 an.

Die Jugendlichen vom SC Magdeburg gewannen die zwei viermal 1,25 km Staffeln und Marlene Blanke (Jg. 2004) aus Magdeburg wurde Jahrgangsbeste in 28.27,05 min über 2,5 km und Zweite über fünf km.

Die Trainingsbedingungen im Zerbster Freibad waren in diesem Jahr mit durchschnittlich 22° Wassertemperatur ideal. Da allerdings nur noch die Bahnen 5 und 6 am Beckengrund zu erkennen sind, muss Annemarie Lüdicke vielen Zerbster Badegästen herzlich danken, die ihr Training auf Bahn 5 duldeten und auswichen. Einige Schüler der Schule am Heidetor versuchten sogar - sehr diszipliniert – sie auf der Nebenbahn zu überholen.