Magdeburg l  Der Tischtennisverband Sachsen-Anhalt (TTVSA) hat den Spielbetrieb vorerst bis zum 31. Dezember 2020 weiterhin ausgesetzt. Es war klar, dass sich die Beratung der Ministerpräsidenten mit Bundeskanzlerin Merkel sowie die Tagung der Landesregierung Sachsen-Anhalts, die in der 3. Änderung zur 8. SARS-CoV-2-Eindämmungsverordnung des Landes Sachsen-Anhalt weiterführenden Maßnahmen beschlossen hatten, auch weiterhin maßgebend auf den Tischtennissport auswirken.

„In Umsetzung dieser Beschlüsse und aufbauend auf die am 30. Oktober 2020 verkündete Aussetzung des Spielbetriebes im Tischtennis-Landesverband ist es notwendig, fortführende Maßnahmen für den Spielbetrieb zu treffen“, heißt es auf der Homepage des TTVSA.

Das Entscheidungsgremium des TTVSA, der Sportausschuss, hat folgende wesentliche Punkte beschlossen:

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• Der Spielbetrieb in allen Spielklassen wird weiterhin bis zum 31. Dezember unterbrochen.

• Die Fortsetzung des Spielbetriebes erfolgt nur dann, wenn es die aktuelle Gesetzeslage möglich macht und die dann geltenden Verordnungen und Allgemeinverfügungen in den kreisfreien Städten und in den Landkreisen sowie im Land Sachsen-Anhalt beinhalten, dass die Sportstätten wieder zur Verfügung stehen. Maßgebend sind die Entscheidungen der Landesregierung sowie der Kreise, Städte und Gemeinden.

• Die Saison 2020/2021 wird nach Festlegung der Wiederaufnahme der Punktspiele so terminiert, dass mindestens eine einfache Runde (Hauptrunde) gespielt werden kann.

Tabelle sehr verzerrt

Für die Landesliga-Sechser vom TTC „Anhalt“ Zerbst würde dies bedeuten, dass sie nur noch jeweils vier Begegnungen auszutragen hätten. Die Tabelle ist sehr verzerrt. Einige Mannschaften, darunter auch die des TTC „Anhalt“, haben bereits sieben Spiele ausgetragen. Andere viel weniger. Union Schönebeck II beispielsweise erst drei.

Da es unter den zwölf Mannschaften gleich vier Absteiger gibt, wird es ziemlich eng für einige Sechser. Die Zerbster stehen gut da. Die Erste führt das Feld mit 14:0 Punkten an. Die Zweite steht als Aufsteiger mit 5:9 Zählern auf einem sehr guten siebten Rang. Um in Zerbst den Aufstieg und den Klassenerhalt feiern zu können, wäre in den verbleibenden vier Spielen vollste Konzentration nötig und einen Patzer dürfen sich beide nicht erlauben.

In der Bezirksliga Dessau/Anhalt-Bitterfeld/Wittenberg, wo der VfL Gehrden mitmischt, ist das Tabellenbild nicht ganz so krass verzerrt. Hier haben die sechs Teams zwischen einer und drei Partien absolviert. Der VfL hat in der Hinrunde noch vier Spiele offen, da er erst eine Partie absolviert hat.

In der Bezirksklasse JL hat es Schlusslicht TTC „Anhalt“ Zerbst IV (0:8 Punkte) schwer, noch den Klassenerhalt zu schaffen. In der 9er Staffel haben die Teams zwischen vier und sechs Spiele absolviert. Der TTC IV hätte noch vier Hinrunden-Partien vor sich.

In der Bezirksklasse Dessau/Wittenberg steht der TTC „Anhalt“ Zerbst III im Feld der sechs Teams mit 5:3 Punkten auf Rang drei. Hier haben alle Teams vier oder sogar schon fünf Spiele, also die komplette Hinrunde, absolviert. Für den TTC III steht nur noch das Spiel gegen Pretzsch aus.

Sportstätten-Betreiber müssen zustimmen

Auf Grundlage der jetzigen Festlegungen will der Sportausschuss des TTVSA mit den Kreis- und Stadtverbänden bezüglich der Wiederaufnahme der Punktspiele Abstimmungen treffen. „Positiv sehen wir die Möglichkeit des Trainings des Nachwuchses in Kleingruppen. Maßgebend ist hier jedoch die Zustimmung der Betreiber der Sportstätten“, findet Heiko Schürer, Verantwortlicher Erwachsenensport beim TTVSA.

Der Sportausschuss hatte mittlerweile auch den Beschluss gefasst, die Bezirksmannschaftsmeisterschaften der Senioren und Seniorinnen abzusagen.