Loburg l Mit dem Förderprogramm „Gemeinsam wirken in Zeiten von Corona“ hat die Deutsche Stiftung für Engagement und Ehrenamt ein erstes finanzielles Unterstützungsangebot für ehrenamtlich geführte Vereine aufgelegt. Vereine und andere zivilgesellschaftliche Organisationen konnten bis zum 1. November 2020 in den drei Handlungsfeldern, Innovation und Digitalisierung in der Zivilgesellschaft, Nachwuchsgewinnung sowie Struktur- und Innovationsstärkung in strukturschwachen und ländlichen Räumen eine Förderung beantragen.

Einzelvorhaben wurden mit bis zu 100.000 Euro gefördert. Anträge zum Zwecke der Weiterleitung konnten bis zu einer Höhe von 1,5 Millionen Euro gestellt werden. Über 12.500 Anträge sind bis zum 1. November eingegangen.

Einen Förderantrag bei der „Deutschen Stiftung für Engagement und Ehrenamt“ stellte auch der SV Blau-Weiß Loburg und zwar über zirka 5.000 Euro. „Wir möchten unsere Technik erneuern und somit einen weiteren Schritt in Richtung Zukunft gehen“, teilte der Vereinsvorsitzende Matthias Werner mit. Dabei sollen „die neuen PCs in erster Linie zur Modernisierung der aktuell vorhandenen Technik im Sportlerheim Loburg dienen“, so der 34-Jährige. Desweiteren will der Verein diese neue Technik „zur Nutzung neuer Medien“ verwenden, um „mehr Zuschauer zu erreichen, den Verein bekannter zu machen und um weitere Sponsoren zu gewinnen“.

„Mit den neuen Rechnern sollen Livestreams für den Kegel- und Fußballbereich ermöglicht werden. Außerdem möchten wir veralterte Technik ablösen. Für den Bereich Fußball ist ein Monitor ausreichend. Beim Kegeln werden für die Umsetzung von Livestreams zwei Monitore benötigt. Der erste dient der Bedienung der Kegelbahnen, der zweite wird für die Einrichtung, Bearbeitung und Durchführung zukünftiger Livestreams benötigt.“

Weiterhin gehört für die Ermöglichung von Livestreams auch eine entsprechende Kameratechnik dazu. „Damit die Zuschauer den gezeigten Sport auf der Kegelbahn in vollem Umfang genießen können, werden zwei Kameras benötigt, um verschiedene Perspektiven zu ermöglichen“, erläuterte der Loburger.

Sehr gute Alternative in Corona-Zeiten

Weitere technische Bedien-elemente, wie USB-Kabel, Wandhalterungen oder ein SteamDeck wurden ebenfalls bei der Antragstellung mit aufgeführt. Und damit alles auch technisch perfekt läuft, ist ein neuer Router (WLAN), ein WLAN-Verstärker sowie ein neuer Internetprovider (MDDSL) für schnelleres Internet notwendig, denn ohne diesen werden Livestreams mit stationärer Technik nur schwer möglich. Hinzu kommen noch diverse Wandhalterungen. Die Kosten belaufen sich auf zirka 5.000 Euro. Gefördert werden 90 Prozent der beantragten Mittel.

Einen ersten offiziellen Livestream boten die Loburger bereits an. Zum Vorbereitungsspiel war im August der Serienmeister, der dreifache Champions League- und neunfache Weltpokal-Sieger, der SKV Rot Weiß Zerbst, zu Gast in der Kegelhalle der „Storchenstadt“. Dieser Stream funktionierte schon sehr gut, doch es wurden noch Verbesserungsmöglichkeiten ausgemacht.

„Wir hatten bei unserem Livestream zirka 300 reale Nutzer und mehr, da einige Gruppen per Public viewing zugeschaut haben“, sagte Matthias Werner und fügte an: „Daran sieht man, welche Resonanz das hat.“ Der Loburger ist auch der Meinung, dass dies auch „gerade in Corona-Zeiten eine sehr gute Alternative ist“. „Wir müssen die Zuschauer, in Zeiten, wo diese nicht erlaubt sind, nicht außen vor lassen, sondern sie können sich die Spiele von zu Hause ansehen und dennoch live dabei sein.“

Dazu hat der Vereinschef diesen Förderungsantrag gestellt. „Mit besserer Technik können wir auf der Kegelanlage zwei Kameras einsetzen. Dass heißt, wir können den Anlauf filmen und auch, wenn die Kugel einschlägt. Ebenfalls kann der Punktstand eingeblendet werden. Auch die Fußballspiele können wir filmen und in Portalen, wie beispielsweise FuPa, einstellen.“

Nun hoffen die Loburger auf einen positiven Förderbescheid. Dieser muss von der Stiftung noch bis Ende Dezember bearbeitet werden, denn die Rechnungsstellung muss ebenfalls noch in diesem Jahr erfolgen. Die Blau-Weißen werden die Corona-freie Zeit effektiv nutzen, um beim hoffentlich zeitnahen Re-Start schon ihre neue Technik in Gebrauch nehmen zu können. Denn somit können sie einen weiteren Schritt in Richtung Zukunft gehen.