Sölden (dpa) - Mit der Aussicht auf vier weitere Jahre auf Ski und doch noch einer Chance auf eine Olympiamedaille hielt Felix Neureuther den symbolischen Vertrag mit seinem Ausrüster in die Kameras. Gut zu lesen stand darauf die Jahreszahl 2022 - dem Jahr der Winterspiele in Peking.

So lange will der größte Sympathieträger des Deutschen Skiverbands noch fahren. "Fakt ist, dass da ein längerfristiges Ziel dahinter ist. Das ist nicht nur eine Zahl, damit da was steht", sagte Neureuther über die verlängerte Zusammenarbeit mit dem Ski-Hersteller Nordica. Die einzige Einschränkung, die er bei der überfüllten Pressekonferenz in einem Sponsorenladen im österreichischen Sölden machte: Die Gesundheit muss mitspielen.

Und die ist bei dem inzwischen 34 Jahre alten Vater einer Tochter seit Jahren die größtmögliche Einschränkung. Vor allem der Rücken, aber auch schon nicht verheilen wollende Operations-Narben am Knöchel oder wie in der vergangenen Saison ein Kreuzbandriss kosteten ihn ungezählte Trainingstage, Wettkämpfe und eben auch die Olympischen Winterspiele im Februar in Südkorea. Die schwere Knieverletzung ist verheilt und macht nach Auskunft von Neureuther und seiner Trainer keinerlei Probleme mehr. Der Start beim ersten Wettkampf am Sonntag auf dem Rettenbachgletscher ist dennoch gefährdet. Und das nicht nur wegen der schlechten Wettervorhersage mit Neuschnee und viel Wind.

Denn nach Trainingspausen wegen einer Pollenallergie im Sommer zwang in den vergangenen Wochen erneut der Rücken Neureuther zu einem stark reduzierten Programm. Er habe "schon noch Nachholbedarf und brauche ein paar Wochen" bis zur echten Fitness, sagte der Bayer. Ein Thema ist das Rennen am Sonntag dennoch. Aber nur, wenn sich keine Schmerzen einstellen nach dem Training am Samstag.

"Es bringt mir nichts, sinnlose Aktionen zu starten. Die hab ich schon zu genüge gemacht in meinem Leben", sagte Neureuther und musste selbst über sich lachen. "Sölden ist nicht die ganze Saison", sagte er. "Ich werde alles versuchen, aber mit der nötigen Cleverness." Er will schließlich noch lange weiterfahren. Und die Winterspiele in Peking tatsächlich als Teilnehmer erleben - mit dann 37 Jahren.

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