Trotz Corona-Pandemie

Olympia-Organisationschefin plant weiter mit Zuschauern

Behrouz Mehri AFP Pool/AP

Tokio (dpa) - Organisationschefin Seiko Hashimoto rechnet weiter mit der Zulassung von Zuschauern bei den Sommerspielen in Tokio.

"Wenn wir über die Möglichkeit von Olympia ohne Fans auf den Tribünen nachdenken, dann werden sich die Athleten ganz bestimmt wundern, warum es nur keine Fans bei Olympia und Paralympics gibt, wenn andere Wettbewerbe Zuschauer erlauben", sagte die 56-Jährige in einem Interview mehrerer Medien am Wochenende.

Hashimoto zufolge wollen Organisatoren, Internationales Olympisches Komitee und die Stadt Tokio in den nächsten Tagen über die Zuschauerfrage beraten.

"Jeder will eine frühe Entscheidung über die Richtung, damit Tickets und Übernachtungen für die Fans vorbereitet werden können", sagte die Organisationschefin. Für das Frühjahr hatten die Gastgeber einen Beschluss angekündigt, ob Fans in den olympischen Arenen dabei sein können und ob auch ausländische Besucher zugelassen werden. Einiges deutet darauf hin, dass höchstens japanischen Zuschauern der Zugang zu den Wettkampfstätten ermöglicht wird.

Zumindest für ausländische Athleten könnte das derzeit geltende Einreiseverbot bald aufgehoben werden, berichtete die japanische Nachrichtenagentur Kyodo News. Der Corona-Notstand in Tokio soll voraussichtlich am 7. März enden. Auch danach müssten ausländische Sportlerinnen und Sportler aber weiter mit Beschränkungen rechnen und dürften sich nur zwischen Unterkunft und Wettkampfstätte bewegen, hieß es.

Die für 2020 geplanten Olympischen Spiele in Tokio waren wegen der Pandemie um ein Jahr verschoben worden. Eine erneute Verlegung würde "nie die Unterstützung der japanischen Öffentlichkeit erhalten", sagte Hashimoto. Die Eröffnung der Spiele ist für den 23. Juli geplant.

© dpa-infocom, dpa:210228-99-628556/2

Aussagen von Hashimoto bei "Asahi Shimbun"

Bericht von Kyodo News