Halberstadt l Dem Luxus einer spielfreien Woche, in Zeiten etlicher anstehender Nachholpartien ist dies alles andere als normal, folgt bei Fußball-Regionalligist VfB Germania Halberstadt ab morgen ein dicht gepacktes Wettkampfprogramm. Innerhalb von elf Tagen müssen die Vorharzer gleich fünfmal ran. Den Auftakt in die schweißtreibenden Tage macht morgen die Begegnung vom 25. Spieltag. Ab 13.30 Uhr ist der VfB beim Tabellen-13., 1. FC Union Berlin II, gefordert (Jahn-Sportpark).

Zahlen und Statistiken widmet Germania-Trainer Willi Kronhardt grundlegend nicht viel Beachtung. Dem Fakt, dass die Unioner zu den heimschwächsten Mannschaften gehören (zwei Siege aus elf Begegnungen und zehn Heimpunkte/d. Red.), entgegnet er daher unbeeindruckt: "Statistiken sind da, um gebrochen zu werden. Wir wollen im Jahn-Sportpark nicht die Leidtragenden dieser Zahlen sein."

Auf fremden Plätzen präsentieren sich die Hauptstädter unbeschwerter, das durfte das Halberstädter Publikum im Hinspiel erfahren, als Kevin Neef erst in der Nachspielzeit ein 1:1 für die Germania rettete. Auch Kronhardt hat das Resultat noch vor Augen. "Die Erfahrung dieser Begegnung plus die der gesamten Hinserie lassen wir in unsere morgige Aufgabe einfließen - wir haben seitdem nicht auf Bäumen geschlafen und wissen um die Stärke der Berliner."

Bei der Zweitliga-Reserve will sich der VfB Germania nicht verstecken, sondern "dem Spiel unseren Stempel aufdrücken", so Halberstadts Trainer. Wer Ersatztorwart sein wird, ließ er offen. "Ob mit Ersatzkeeper oder wer es dann sein könnte, entscheide ich kurzfristig." Erneut pausieren muss sehr wahrscheinlich Offensivallrounder Nils Gottschick, den noch immer eine Verletzung vom HFC-Pokalspiel plagt.