Halberstadt l Nach mehrmonatiger Pause aufgrund einer Herzmuskelentzündung (Volksstimme berichtete) stand Sven Seitz beim 1:1 am Sonntag von Germania Halberstadt in der Regionalliga Nordost bei Union Berlin II erstmals wieder in der Startelf von Trainer Willi Kronhardt. Zwar gehörte der 24-Jährige schon im Heimspiel vor einer Woche gegen den Berliner AK zum Kader und durfte auch aktiv bei der zweiten Mannschaft mitwirken, seine Nominierung von Beginn an kam jedoch für alle überraschend, auch für den Betroffenen selbst. Bis zu seiner Auswechselung (62.) lieferte Seitz eine passable Partie.

Dass Seitz zum Einsatz kommen würde, deutete sich bereits nach dem Abschlusstraining am Sonnabend an, als ihm Kronhardt verdeutlichte, dass er ihn brauche. Als der Germania-Trainer am Sonntag in der Kabine schließlich die Tafel mit der Startaufstellung platzierte und der Mittelfeldspieler seinen Namen las, "habe ich schon geschluckt", erinnert sich Seitz.

Der Psychologe in Trainer Kronhardt hatte "zugeschlagen", denn, so Seitz: "Ich denke, die Art wie er es übermittelt hat, war richtig. Hätte ich schon am Sonnabend von meiner Nominierung gewusst, wer weiß, ob ich mir nicht zu viele Gedanken gemacht hätte. So setzte ein Umdenken von einer Minute auf die andere ein."

Den Schubser ins kalte Wasser meisterte Seitz. "Ich arbeite nun zwar schon mehr als zwei Monate für diese Rückkehr, dennoch war ich selbst überrascht, dass es nach so langer Zeit so gut läuft. Das Zusammenspiel mit den Jungs klappte. Der Einsatz hat mir gut getan", so Seitz.

Sein Trainer ordnete die Rückkehr in die Mannschaft ebenso positiv ein. "Sven hatte zuvor in der zweiten Mannschaft gut gespielt, warum sollte ich ihn nicht bringen. Er sollte bei Union für neue Impulse sorgen, das ist ihm auch gelungen."

Schon am Mittwoch könnte er wieder eingesetzt werden, wenn der VfB beim VFC Plauen "nachsitzen" muss (18 Uhr).