Paris (dpa). Messi, Iniesta oder Xavi: Die drei Superstars des FC Barcelona machen die Wahl zum Weltfußballer 2010 unter sich aus. Deutschland wird bei der FIFA-Kür der besten Spieler und Trainer von einem Frauen-Quartett vertreten. Die dreimalige Weltfußballerin Birgit Prinz und die Potsdamerin Fatmire Bajramaj konkurrieren mit Seriensiegerin Marta aus Brasilien um die Trophäe für die beste Spielerin. Bundestrainerin Silvia Neid und U-20-Coach Maren Meinert haben neben der Schwedin Pia Sundhage Chancen auf die Auszeichnung zur besten Trainerin. Die Sieger werden am 10. Januar in Zürich gekürt.

Dagegen schaffte es keiner der deutschen WM-Stars von Südafrika in die gestern veröffentlichte Endauswahl des Weltverbands. Die zu den 23 ursprünglichen Kandidaten zählenden Miroslav Klose, Philipp Lahm, Thomas Müller, Bastian Schweinsteiger und Mesut Özil wurden nicht nominiert. Stattdessen kommt es zum club-internen Duell zwischen Titelverteidiger Lionel Messi aus Argentinien und den beiden spanischen Weltmeistern Andrés Iniesta und Xavi, die alle für den FC Barcelona zaubern.

Der "Goldene Ball" wird erstmals gemeinsam von der FIFA und dem Fachmagazin "France Football" vergeben. Leer gehen dabei definitiv Messis Vorgänger Cristiano Ronaldo von Real Madrid und der zum besten WM-Spieler gewählte Uruguayer Diego Forlán aus.

Bei der Wahl zum Trainer des Jahres verpassten Bundestrainer Joachim Löw und Bayern Münchens Coach Louis van Gaal das Finale.

Etwas überraschend kam die Auswahl für DFB-Nachwuchs-trainerin Meinert. "Es ist eine große Ehre für mich. Der Bereich der Jugendnationalmannschaften steht ja sonst nicht so im Vordergrund", sagte sie.