Von Wolfgang Seibicke

Halberstadt. Selten gab es bei einer Zusammenkunft der Fußballer von Germania Halberstadt zufriedenere Gesichter. Am Sonnabend trafen sich die Oberliga-Kicker im Vereinsheim zur traditionellen Weihnachtsfeier, und das als Tabellenerster.

Da das für das Wochenende angesetzte Spitzenspiel des Dritten, VfB Auerbach, gegen die das Klassement anführenden Germanen genauso abgesetzt wurde, wie das des Rangzweiten Bautzen beim FCM II, bleibt es bis zum Februar 2011 bei dieser Tabellen-Konstellation.

"Dass wir an der Spitze einer der stärksten Oberligen Deutschlands überwintern, ist ein tolles Ding", urteilt Germanias Trainer Andreas Petersen und ergänzt: "Hut ab vor dieser Leistung, auf die die Fans, die Spieler und wir Verantwortliche sehr stolz sein können."

Das Halberstädter Team hat im Verlauf der Partien im Sommer und Herbst 2010 insgesamt 29 Punkte gesammelt. Lediglich einmal haben die Vorharzer bislang verloren, und zwar zum Saisonauftakt daheim mit 0:1 gegen den VfB Auerbach. In der Folge steigerte sich die Mannschaft jedoch erheblich. Dabei kam ihr zweifellos entgegen, dass die Konkurrenz in der sehr ausgeglichenen Staffel immer mal schwächelte. Das traf jedoch auch ein wenig auf die Halberstädter zu, die im Friedensstadion, das eigentlich zu einer "Heim-Festung" gemacht werden sollte, neben der Auftaktniederlage bei drei Unentschieden (Borea Dresden, Lok Leipzig, Erzgebirge Aue II) Punkte ließen.

Diesen Makel aber machten die Germanen mit einer imponierenden Auswärtsbilanz mehr als wett. Neben fünf Siegen waren noch zwei Remis in Bautzen und Luckenwalde zu registrieren. Das brachte allein 17 der insgesamt 29 Punkte für die Halberstädter ein.

Heute findet das letzte Germania-Training in diesem Jahr statt. Letzte gemeinsame Aktion der Halberstädter Kicker ist am Mittwoch ein Treffern mit Fans. Am 9. Januar, einem Sonntag, "bittet" Übungsleiter Petersen seine Männer zur ersten Einheit mit Blick auf die Punktspiele des Jahres 2011.

Mit welchen Ambitionen? "Wenn man einmal oben ist, dann möchte man dort bleiben. Und das wollen wir so lange wie möglich. Außerdem habe ich nie gesagt, dass ich nicht aufsteigen will", so der Germania-Coach.