Die Gruppeneinteilung beim heute beginnenden Tischtennis-Men’s-World-Cup in Magdeburg steht fest. Der an Nummer eins gesetzte deutsche Star Timo Boll trifft um 16.30 Uhr auf Gao Ning (Singapur). Der zweiter Deutsche, Dimitrij Owtscharow, muss sich in seiner Gruppe um 14.15 Uhr zuerst mit dem Griechen Kreanga auseinandersetzen.

Magdeburg. Der Pokal, den Ministerpräsident Wolfgang Böhmer dem Drittplatzierten des Turniers gewidmet hat, erfuhr gestern Abend in der Bördelandhalle bereits seine Feuertaufe. Der 2,5 Liter fassende Metallkelch diente bei der Auslosung der Vorrundengruppen vorerst als Lostopf.

Timo Boll bekommt es in seiner vermeintlich leichten Gruppe A darüber hinaus mit dem Japaner Mizutani, Zehnter der Weltrangliste, und dem Sieger des vorgeschalteten Intercontinental-Cups zu tun.

"Es gibt hier keine schwachen Spieler. Man muss hier immer gut dabei sein, um erstmal ins Viertelfinale zu kommen", so Boll. "Ich will hier bestehen. Ein Sieg in Magdeburg wäre schön, aber erstmal will ich meine Gruppe gewinnen."

Eine "Hammergruppe" erwischte der zweite deutsche Starter Dimitrij Owtscharow. Dem 22-Jährigen wurden Weltmeister Wang Hao (Weltranglisten-5./China) und Tang Peng (Weltranglisten-19./Hongkong) zugelost.

"Eine sehr schwere und ausgeglichene Gruppe", stöhnte dann auch Owtscharow, "alle vier sind fast gleich stark. Hier ist alles offen."

Bundestrainer Jörg Roßkopf zeigte sich recht gelassen: "Man muss es nehmen, wie es ist. Ich hoffe, dass es bei unseren beiden Spielern gut läuft und sie das Viertelfinale erreichen."

Auf ein spannendes Turnier freut sich Turnierchef Reiner Schulz: "Wie nicht anders zu erwarten, wird bei der Leistungsdichte aller Akteure jedes Spiel ein Top-Kracher, denn hier kann jeder jeden schlagen. Die Zuschauer werden voll auf ihre Kosten kommen."

Den Auftakt zum ersten in Deutschland ausgetragenen Men’s World Cup über vier Gewinnsätze bildet das heute um 10 Uhr beginnende Intercontinetal-Cup-Turnier. Hier spielen die in der Weltrangliste bestplatzierten Akteure Nord- und Südamerikas, Afrikas und Ozeaniens im System "Jeder gegen Jeden" ihren Besten aus, der sich als 16. Starter für die Hauptrunde qualifiziert.