München (dpa). Im Dreikampf um die Olympischen Winterspiele 2018 vertrauen Münchens Bewerber auf die Unabhängigkeit des Internationalen Olympischen Komitees (IOC). "Wir zweifeln nicht an der Integrität der IOC-Mitglieder Oswald und Cinquanta", erklärte Bernhard Schwank, der Vorsitzende der Geschäftsführung von München 2018, gestern in der bayerischen Landeshauptstadt.

Der härteste Mitbewerber Pyeongchang (Südkorea) ist in den Verdacht geraten, sich im Wettstreit mit München und dem französischen Annecy womöglich einen Vorteil bei den beiden Stimmberechtigten verschafft zu haben.

Die IOC-Ethik-Kommission will zwei Sponsorenverträge südkoreanischer Firmen mit zwei internationalen Sportverbänden prüfen, deren Vorsitzende am 6. Juli 2011 in Durban mit über die Vergabe der übernächsten Winterspiele entscheiden. Betroffen sind der Präsident des Internationalen Ruderverbandes (FISA), Denis Oswald, und Ottavio Cinquanta, Präsident der Internationalen Eislauf-Union (ISU). "Wir verfolgen alles, was im Zusammenhang mit dieser Bewerbung passiert", sagte Schwank am Rande einer Präsentation eines weiteren nationalen Ausstatters der deutschen Bewerbung.

Die Stimmung in München ist nach der ersten internationalen Präsentation des Bewerbungskonzeptes in Mexiko dagegen sehr positiv. "Das hatte für uns eine besondere Bedeutung, denn für den ersten Eindruck bekommt man keine zweite Chance", erklärte Schwank. "Den Presseberichten zufolge müssen wir uns ganz gut präsentiert haben", sagte Schwank bescheiden, aber auch sichtlich erfreut. "Der Einsatz hat sich gelohnt. Man nimmt uns ab, dass wir die Begeisterung für den Wintersport auch leben."

Schwank stellte bei der Veranstaltung die beiden neuen Ausstatter "AS&P" und "Proprojekt" vor, die schon länger bei den Planungen der Olympia 2018 GmbH mitwirken.

Schwank lobte besonders den Einsatz von Katharina Witt in Acapulco: "Sie ist mit hohem Engagement dabei und verfügt über die Fähigkeit, Menschen zu überzeugen." Die zweimalige Eiskunstlauf-Olympiasiegerin konnte von ihren Eindrücken nicht persönlich berichten. Sie liege nach der Rückkehr aus Mexiko "krank darnieder", so Schwank.