Von Janette Beck

Magdeburg. Für Kjell Landsberg ist vieles noch immer neu beim SCM. So lernte der Kreisspieler, der im Sommer von Göppingen gekommen war, gestern ein weiteres Beispiel dafür kennen, "dass beim SCM Tradition groß geschrieben und auch gepflegt wird". Nach dem Motto: Der Kutscher kennt den Weg, ließ er sich von Mannschaftskapitän Fabian van Olphen in einen Wald bei Nedlitz entführen. Hier trafen sich Spieler, Trainer, Sponsoren und Fans zum traditionellen "Weihnachtsbaumschlagen".

Doch während seine Teammitglieder durch das Dickicht krochen, begnügte sich Landsberg ("Ich brauche keinen Baum, weil ich Weihnachten ja bei meinen Eltern bin. Außerdem habe ich keine Idee, wie und womit ich das Teil überhaupt schmücken könnte.") mit netten Kommentaren. So über die eigenhändig gefällte Kiefer von Robert Weber: "Nach stundenlangem Suchen hat er tatsächlich den hässlichsten Baum in diesem Wald gefunden ..."

Mittendrin statt nur dabei war Landsberg dagegen am Vortag beim Remis in Lübbecke. Dabei musste der 30-Jährige vor allem in der Abwehr Schwerstarbeit verrichten und sein Strafzeitenkontingent einmal mehr voll ausreizen. Aber auch im Angriff konnte der "Zweiminuten-König" diesmal Akzente setzen.

Eines seiner zwei Tore fand dann auch besondere Erwähnung, hatte ihn doch Andreas Rojewski durch ein perfektes Anspiel an den Kreis in Szene gesetzt. Und der Vollstrecker wusste das auch zu würdigen: "Ich freue mich sehr für Roje, seine Tore waren heute Gold wert. Ich kann nur den Hut davor ziehen, wie er sich zurück ins Team gekämpft hat. Überhaupt finde ich, dass die Moral in der Truppe stimmt, sonst hätten wir in Lübbecke keinen Punkt geholt. Das war echtes Teamwork."