Magdeburg. Gabor Bujka verfügt über eine aggressive Rhetorik, die jedes Becken erschüttern kann. Beim 11:7 (2:1, 2:1, 3:3, 4:2)-Erfolg der Wasserball-Union Magdeburg (WUM) in der heimischen Elbeschwimmhalle hatte der Coach des SV Krefeld 72 seinen eigenen Fauxpas dem Schiedsgericht zugeschoben. Yannik Zilken durfte in der Bundesliga-Partie nach der dritten Herausstellung nicht mehr ins Wasser – und schwamm weiter.

Normalerweise darf man von einem Coach erwarten, einen eigenen Überblick zu haben. Stattdessen wütete Bujka minutenlang im vierten Viertel vor sich hin. Typisch für dieses Duell: Auch in der Vergangenheit blieben Vorfälle außerhalb des eigentlichen Sports nie aus. WUM hat in Krefeld seinen "Lieblingsgegner" gefunden – und umgekehrt wohl ebenso.

Die Magdeburger deuteten zumindest ihre spielerische Überlegenheit an. Die Gäste waren darauf aus, die Konter des Gegners zu verhindern. Zwei Viertel lang erarbeiteten sie sich wenige Chancen, erzielten nur zwei Tore. WUM verhinderte einen Offensivdrang der Krefelder mit einem aggressiven Pressing. Die Gastgeber hingegen versäumten es bereits im ersten Viertel, das Match in die vorentscheidenden Bahnen zu lenken, vier hochkarätigen Chancen ließen sie aus. Stattdessen verkrampfte das Spiel zunehmend, ab der zweiten Halbzeiten hatten konstruktive Aktionen Seltenheitswert. Am Ende war es ein glanzloser Arbeitssieg.

WUM: Kiffer/Böer – Schlanstedt (3), Butikaschwili (2), Hagendorf, Papadileris, Richter, C. Bott (1), D. Bott, Dammbrück, Knobloch, Loncaric (2) , Kilibarda (3)