Von Daniel Hübner

Magdeburg. Drei Männer sollten ihn ersetzen, nach 13 Jahren, die Johannes Koch die Wasserball-Union Magdeburg (WUM) nicht nur zum Leben erweckt hatte, sondern ihre heutige Existenz maßgeblich förderte – als hauptamtlicher Geschäftsführer. Im Oktober teilte Koch plötzlich mit, nicht mehr in dieser Funktion zur Verfügung zu stehen. Aus beruflichen Gründen könne er das vielfältige Amt nicht bekleiden. Kurz vor dem Jahreswechsel ist Koch vom Rücktritt zurückgetreten.

"Der Wunsch, jemanden über das Ehrenamt hinaus zu installieren, ist fehlgeschlagen", begründete Koch die Entscheidung. Gleich drei Männer sollten sich künftig seine Aufgaben teilen – ehrenamtlich eben. Aber: "Die personellen Strukturen konnten nur begrenzt umgesetzt werden, da der Erfahrungsschatz in Bezug auf die Vereinsarbeit nicht gegeben war." Routine benötigt allerdings eine Gemeinschaft, die nicht nur den Breitensport fördern will, sondern zugleich für seine Bundesliga-Mannschaft eine GmbH führt. Nun "habe ich dem Präsidium meine ehrenamtliche Arbeit und meine Erfahrung angeboten, und man hat zugestimmt", teilte Koch gestern mit.

Offensichtlich musste Koch erst gehen, um die Bedeutung seiner Position deutlich zu machen. Er selbst erklärt es so: "Im Verein muss es eine zentrale Position geben, bei der alle Informationen zusammenlaufen" – um sie dann weiterzuleiten, Aufgaben zu verteilen, die Dinge zu koordinieren.

Neu Spieler wird es für den undesliga-Kader in dieser Saison nicht geben. "Die Mannschaft steht und das Saisonziel auch. Personelle Veränderungen in der Saison halte ich nur dann für notwendig, wenn Sportler und Verein nicht mehr eine Sprache sprechen", sagt Koch. Die Planung für die neue Serie beginnt indes im Frühjahr.