Magdeburg. Optimaler hätte es für Patrick Stelzner ja gar nicht laufen können. Das Studium zur Sportwissenschaft geht auf die Zielgerade, der 25-Jährige bastelt derzeit an seiner Bachelor-Arbeit. Er hatte mehr Zeit, sich schon im Sommer auf die neue Saison in der 1. Wasserball-Bundesliga (Gruppe B) vorzubereiten. "Die habe ich auch genutzt", berichtet Stelzner. Und sein neuer WUM-Trainer Vlad Hagiu signalisierte seinem Schützling, dass er auf der halbrechten Position auf ihn setzen wird.

Und dann kam das Trainingslager im Oktober in Plauen, als der Magdeburger im Testspiel in nur einem winzigen Augenblick einen "herben Rückschlag" erlitt, "auch für mich persönlich". Mit seinem Unterarm hatte er den Kopf eines Gegenspielers getroffen. Stelzner, wie Wochen später diagnostiziert wurde, zog sich dabei eine Fraktur der rechten Speiche zu. Dabei hatte sich Stelzner selbst ein großes Ziel gesetzt für die neue Serie, die am Sonnabend, 18 Uhr, in der Elbe-Schwimmhalle gegen die SG Neukölln beginnt. "Ich hatte gehofft, der Mannschaft noch besser helfen zu können" als in der Vergangenheit. Auch der WUM-Verantwortliche für die Öffentlichkeitsarbeit, Frank Beiersdorf, sieht in dem Ausfall eine Schwächung des Teams.

Stelzners Arzt prophezeite ihm zunächst eine Zwangspause von acht bis zehn Wochen. Derzeit trägt Stelzner eine Unterarmschiene. Er geht nach wie vor ins Wasser, um "die Beinarbeit zu trainieren". Gestern klang Stelzner, der wie Beiersdorf einst "dem Auswahlverfahren beim SC Magdeburg zum Opfer gefallen" und deshalb vom Schwimmen zum Wasserball gewechselt war, zwischen Hoffen und Bangen. "Zum Glück hat sich der Knochen nicht verschoben." Morgen steht erneut eine Untersuchung an. Es wird festgestellt, ob die Schiene im Genesungsprozess förderlich wirkt oder doch eine Operation nötig ist. "Dann würde der Ausfall länger dauern", weiß Stelzner.

Während er auf seine Rückkehr Ende Dezember hofft, hat sich Johannes Koch vom Posten des Teammanagers zurückgezogen, teilte Beiersdorf gestern mit. Koch, der zwölf Jahre lang die Geschicke im Hintergrund leitete, kann aus beruflichen Gründen die vielfältige Aufgabe nicht mehr wahrnehmen. Der Verein wird sie nun auf mehrere Schultern verteilen.

Indes wurde die zweite Runde um den Wasserball-Pokal ausgelost. Am Sonnabend, 13. November, trifft Magdeburg erneut auf die SG Neukölln, die wie WUM selbst zu den Favoriten auf den Aufstieg in die Gruppe A zählt. Anwurf in der Elbe-Schwimmhalle ist wiederum um 18 Uhr.