Magdeburg l Die Kontroverse um die 7500-Euro-Strafe, die der FCM wegen der Fan-Ausschreitungen nach dem Landespokalfinale am 31. Mai zahlen soll, eskaliert. Sollte der Fußball-Verband dieses Urteil fällen, will FCM-Chef Peter Fechner zivilrechtliche Schritte prüfen.

Die Fan-Rangeleien im Anschluss an das Landespokalfinale zwischen dem 1. FC Magdeburg und Germania Halberstadt (3:1 n. V.) werden aller Voraussicht nach für die Elbestädter ein teures Nachspiel haben. Wie FCM-Präsident Peter Fechner am Mittwoch auf Volksstimme-Nachfrage sagte, sei er vom Sportgericht des Fußball-Verbandes Sachsen-Anhalt (FSA) informiert worden, dass das Gremium den FCM-Widerspruch gegen die angedrohte 7500-Euro-Strafe zurückgewiesen habe.

Fechner: "Mir wurde mitgeteilt, dass die Berufung des Vereins gegen das Urteil des Sportgerichtes abgewiesen wird. Das Urteil wird uns in etwa zwei Wochen zugesandt. Wir müssten also 7500 Euro zahlen."

Der Präsident fühlt den FCM "ungerecht behandelt" und verweist darauf, dass "die Beteiligten an den Fan-Ausschreitungen auch Anhänger von Germania Halberstadt waren. In Richtung Halberstadt hat der Landesverband nach meinem Kenntnisstand aber nichts unternommen." Gleichwohl stellt er klar, dass der Verein sich von aggressiven Fan-Aktivitäten distanziert und nach dem Endspiel bisher sechs Stadionverbote ausgesprochen hat.

Angesichts der Tatsache, dass das Sportgericht des FSA die letzte Instanz des Verbandes ist, will Fechner sich im Falle der Verurteilung seines Vereins "weitere juristische Schritte vorbehalten". Das wäre gleichbedeutend mit einer Klage vor einem ordentlichen Gericht.

Er sage nichts gegen wahre Fans, aber wenn gewaltbereite Anhänger auf Polizisten losgehen und Bengalos gezündet werden, seien Grenzen überschritten, entgegnete Rechtsanwalt Matthias Albrecht. Und der FSA-Vizepräsident für Recht fährt fort: "Wir wollen ein Zeichen setzen. Bei Gewalt in Stadien gibt es keine Toleranz. Das kann sich der Fußball nicht leisten." Spätestens Ende nächster Woche soll das Urteil gefällt sein.