Berlin/Magdeburg. Der von den Samswegern insgeheim erhoffte Kampf auf Biegen und Brechen mit dem Erzrivalen Berliner TSC wurde es dann doch nicht. In der Gewichtheber-Bundesliga unterlag der SSV 1884 in seinem zweiten Saisonwettkampf am Sonnabend bei den Hauptstädtern am Ende sehr deutlich mit 700,2: 834,6 Punkten.

"Nachdem unser Albaner Ervis Tabaku schon mit einer Verletzung, einer Entzündung an der Schulter, angereist war und dann im Stoßen ohne Wertung blieb, war gewissermaßen frühzeitig die Luft für uns raus", analysierte der Sportliche Leiter des SSV, Wolfgang Weber. "Allein das hat uns 80 Punkte gekostet."

Da auch der wiedergenesene Thomas Hoog verständlicherweise nicht die ansonsten von ihm zu erwartetenden Zähler beisteuern konnte und Suli 20 Punkte unter dem blieb, was sich die Samsweger Verantwortlichen von ihm erhofft hatten, war für die Bördekräne an der Spree tatsächlich nichts zu holen.

Doch Weber sah trotz der über 130 Punkte Differenz zu den Berlinern auch Lichtblicke: "Unsere beiden aus Chemnitz gekommenen Neuzugänge Herberg und Krümmer haben mich schon überzeugt. Auch deshalb sage ich: Diese Niederlage wirft uns nicht zurück. In zwei Wochen zu Hause gegen den AC Neuhardenberg wollen wir das zeigen."

Bis dahin hofft man auch, die Schulterentzündung des erst 21-jährigen Tabakus, der in dieser Zeit in Deutschland bleibt, behoben zu haben.