Magdeburg. Serban-Dan Costa hatte den 450 Zuschauern viele gute Nachrichten zu verkünden. Es war nicht nur die Tatsache, dass die Wasserball Union Magdeburg "zwei hervorragende Trainer" in ihren Reihen hat: Vlad Hagiu (Männer) und Milos Sekulic (Nachwuchs). Hagiu ist inzwischen auch zum deutschen C-Jugend-Nationaltrainer ernannt worden, was WUM ein zusätzliches Renommee einbringen dürfte. Und dann sah der WUM-Präsident ein Spiel, das sich vor allem in den beiden letzten Vierteln ob seiner Magdeburger Dominanz das Prädikat "beeindruckend" verdiente. WUM setzte sich zum Saisonauftakt am Samstag in der Elbe-Schwimmhalle gegen die SG Neukölln mit 14:7 (1:2, 5:2, 3:1, 5:2) durch.

Vlad Hagiu hat immer wieder die Geduld seiner Schützlinge gefordert, nicht immer kamen sie seinem Wunsch nach, wenn sie zum Beispiel voreilig in der 30 Sekunden andauernden Angriffszeit den Abschluss suchten und den Ball dann unnötig verloren. Das war trotz der Überlegenheit der Gastgeber vor allem im ersten und dritten Viertel der Fall, als sich beide Teams im kraftraubenden Schlagabtausch übten. "So einfach war es nicht am Anfang", sagte Christian Schlanstedt, der Centerverteidiger, der nach Konter und starkem Schwimmsolo eines der schönsten Tore des Spiels zum 9:5 markiert hatte.

Die SG Neukölln, gegen die die Magdeburger bis dato nie gewonnen hatten, bediente sich zu Beginn erfolgreich dem Fernwurf, verzichtete über die gesamte Partie auf die Zusammenarbeit mit dem Center. Die ersten drei Treffer der Gäste fielen aus der Distanz. Aber bereits beim 1:2 (4.) durch Center Ilia Butikaschwili nach Pass von Christopher Bott zeigte sich das stärkere Zweikampfverhalten der Hausherren.

Die stabilisierten sich im weiteren Verlauf vor allem in der Defensive immer mehr, nutzten ihre Konter und das Überzahlspiel nach Berliner Hinausstellungen. "Schon nach dem ersten Viertel hat unser Trainer gesagt, wir sind die bessere Mannschaft", erklärte Schlanstedt. 6:4 hieß es zur Halbzeit, danach schwamm WUM ein ziemlich einsames Spiel. Nur als Hagiu seiner ersten Sieben und damit seinen Leistungsträgern Verschnaufpausen gönnte, entstanden Löcher, die Neukölln vom 13:5 zum 13:7 nutzte. Aber das schmälerte nicht den starken Gesamteindruck, den die Magdeburg hinterließen. Noch so eine gute Nachricht für Präsident Costa.

WUM: Kiffer/Böer – C. Bott (1), D. Bott (1), Butikaschwili (3), Dammbrück (1), Hagendorf, Kilibarda (2), Knobloch, Loncaric (3), Papdileris, Schlanstedt (3)