Magdeburg. Manchmal winkte er ab, manchmal hob er fragend die Hände: Vlad Hagiu war am Sonnabend hin- und hergerissen – von der Leistung seiner Wasserball Union Magdeburg, von der Leistung der Schiris sowieso. Der Bundesligist setzte sich in der zweiten Runde um den DSV-Pokal gegen Neukölln mit 14:10 (5:2, 4:4, 2:2, 3:2) durch – diesmal nach viel Kampf und Krampf.

Am Sonnabend wollte in der Elbe-Schwimmhalle wenig Stimmung aufkommen trotz des verheißungsvollen Beginns. Trainer Hagiu sah im zweiten Duell beider Teams innerhalb von sieben Tagen nur im ersten Viertel einen überlegenen Gastgeber, der schon nach 17 Sekunden durch Michael Knobloch das 1:0 feierte. Knobloch war für Christopher Bott auf Rechtsaußen gerückt, Bott indes ersetzte den erkrankten Kapitän Holger Dammbrück auf Linksaußen. Dammbrück, der heute 23 Jahre alt wird, und Freundin Christin wurden am Freitag zudem Eltern der kleinen Hannah.

Die Überlegenheit fand nach dem ersten Viertel bis zum 8:3 durch Mateja Loncaric in Überzahl ihre Fortsetzung, selbst Würfe aus der Not heraus fanden ihr Ziel – und dann brach das stabile System irgendwie zusammen. Vieles wirkte zerfahren. Zu viele Nachlässigkeiten, zu viele Latten- und Pfostentreffer prägten die Partie. Da wirkte das 11:8 durch einen Wurf von Lazar Kilibarda unter die Latte in der Schlusssekunde des dritten Viertels wie eine Befreiung.

Erst im letzten Abschnitt lieferten die Magdeburger auch im Ergebnis den Beweis der spielerischen Überlegenheit, setzten sich auf 13:8 ab, ließen danach in der Verteidigung kaum noch etwas anbrennen und erreichten das Achtelfinale, wo sie auf den deutschen Serienmeister Spandau 04 treffen (der Termin steht noch nicht fest).

Nach den konditionellen Einheiten der vergangenen Woche arbeitet Hagiu morgen im Test bei WASPO Hannover am taktischen Schliff. Am kommenden Sonn-abend beim OSC Potsdam wird ein anderes Kaliber als Neukölln auf die Magdeburger warten.

WUM: Böer/Kiffer – C. Bott, D. Bott (2), Butikaschwili (1), Hagendorf, Kilibarda (2), Knobloch (3), Loncaric (3), Papadileris (1), Schlanstedt (2), Richter