Kann Fußball-Regionalligist 1. FC Magdeburg morgen an das Erfolgserlebnis vom 2:0 gegen den HFC anknüpfen? Für das Aufeinandertreffen mit dem Tabellennachbarn Hannover 96 II (13.30 Uhr, MDCC-Arena) hat FCM-Trainer Ruud Kaiser das Rezept parat: Über den Kampf ins Spiel finden.

Magdeburg. "Nur über den Kampf, viel Ehrgeiz, Moral und den Willen, jeden Zweikampf gewinnen zu wollen, sind wir in der Lage, erfolgreichen Fußball zu spielen", schlug der Holländer vor dem gestrigen Training die Pflöcke für seine Elf ein.

Gleichzeitig schränkte der 49-Jährige im Rückblick auf das Mittwochspiel gegen die Saalestädter aber ein: "Dieses Spiel war an Intensität und Kampfkraft unser bestes in dieser Saison, auch wenn wir fußballerisch noch lange nicht da sind, wo ich mir das vorstelle." Trotzdem, so erhärtete Kaiser seine Auffassung, "guter Fußball kommt erst mit der richtigen Einstellung".

Was seine Elf gegen Halle in Leipzig gezeigt habe, sei zwar "streckenweise guter Fußball gewesen, alle haben in der Defensive gute Arbeit gemacht". Das sei die Voraussetzung gewesen, ohne Gegentor über die Runden gekommen zu sein. Das Team habe aber "seine Räume zu wenig genutzt".

Endlich stand beim FCM hinten mal wieder die Null, doch Ruhe kehrt in der bisher nach fast jedem Spiel umgebauten Vierer-Abwehrkette auch diesmal nicht ein. Hielten am Mittwoch Sebastian Sumelka, Daniel Halke, Christof Köhne und Stephan Neumann zusammen mit Torhüter Mathias Tischer ihren Kasten rein, muss Kaiser das Abwehr-Quartett vor dem morgigen Spiel erneut umbauen. Halke muss wegen seiner fünften Gelben Karte zuschauen, Neumann wurde wegen Adduktorenproblemen gegen Halle ausgewechselt, ist seitdem in physiotherapeutischer Behandlung und war auch gestern noch nicht beschwerdefrei.

Kaiser macht aus dieser Not eine Tugend: "Wir haben 20 Spieler, die alle zeigen können, was sie draufhaben." Rainer Müller und Tobias Friebertshäuser werden’s gegen Hannvover wohl richten müssen.

Ohne Wenn und Aber fordert Kaiser vor der morgigen Partie: "Was wir gegen Halle geleistet haben, zählt nicht mehr. Wir müssen aber die Euphorie aus diesem Spiel mitnehmen. Die Basis ist die Abwehrarbeit. Wenn da einer oder zwei nicht mitmachen, geht unsere Rechnung nicht auf."

*

Die für morgen geplante Oberligapartie der U 23 des FCM beim FSV Zwickau ist hingegen ein erstes Opfer der winterlichen Witterung im Erzgebirgs-Vorland geworden. Nach Angaben der Gastgeber lassen die Platzverhältnisse im Westsachsen-Stadion kein Spiel zu.