Samswegen. Finanziell gesund, sportlich voller Hoffnung – so lässt sich die aktuelle Lage bei Gewichtheber-Bundesligist SSV 1884 Samswegen beschreiben. Beim deutschen Mannschaftsmeister von 2006 und 2007 ist nach dem dramatischen Einbruch der Zuschauerzahlen in den vergangenen zwei Jahren zuletzt eine deutliche Besserung eingetreten. Rund 800 Besucher wollten die bisherigen zwei Heimauftritte ihres Sextetts miterleben.

Als "finanziell stabil" bezeichnet denn auch Fördervereins-Präsident Frank Busch die Lage, und er ergänzt: "Die rund 60 000 Euro für unseren Jahres-Etat werden wir zusammenbekommen. Das würde uns allerdings deutlich leichter fallen, wenn unser Hauptsponsor, das Publikum, einen noch größeren Anteil dazu beisteuern würde."

Wegen der rückläufigen Zuschauerzahlen waren die Samsweger sogar davon abgegangen, ihren Kontrahenten deren Heimwettkämpfe abzukaufen. So werden in der laufenden Saison in Samswegen nur noch die etatmäßigen vier Wettbewerbe stattfinden, derzeit zudem ohne die abendliche Disko. "Doch wenn sich künftig wieder mehr Gäste einfinden, kann man auch darüber nachdenken, nach den Wettkämpfen zum Tanz zu bitten", lässt Fördervereins-Vize Siegfried Bärhold diese Option offen.

Der nächste Heimauftritt ist am 12. Februar 2011 das "Gipfeltreffen" mit dem Berliner TSC.