Magdeburg. Ein Anruf bei Roland Kiffer – und in der Warteschleife singt Xavier Naidoo: "Alles muss besser werden". Das stimmt nur bedingt, denn zumindest in sportlicher Hinsicht läuft es bei der Wasserball Union Magdeburg (WUM) so gut, dass auch die Spieler selbst etwas überrascht auf die ersten Ergebnisse in der Bundesliga, Gruppe B, zurückblicken. Besser geht‘s ja eigentlich nicht zurzeit. "Dass es so gut laufen würde, war nicht zu erwarten", sagt der WUM-Keeper in Anbetracht des 17:10-Sieges seiner Mannschaft am Sonnabend beim OSC Potsdam.

Es gab dann auch zu viele Unterschiede zwischen beiden Mannschaften. Einen entscheidenden lieferte Kiffer selbst. Er gewann das Duell der Torhüter mit 9:3 Paraden. Eine Quote von 50 Prozent gehaltener Bälle ist gut für einen Wasserball-Keeper. Der 28-Jährige, 2001 von Spandau 04 zum SCM gekommen, war deshalb auch "ganz zufrieden" mit seiner Leistung. Dass sein Team in Potsdam allerdings einen 8:2-Zwischenspurt im zweiten Viertel und mit einem überragenden Lazar Kilibarda hinlegte, "das war ein Traum".

Kiffer, der als Jugendlicher an Europameister- und Weltmeisterschaften im Nationalteam teilgenommen hat, sieht für den Stand der erfolgreichen Dinge zwei wesentliche Punkte verantwortlich: "Alle Spieler sind beim Training, das war früher anders." Und: "Der neue Trainer bringt eine absolute Sicherheit in die Mannschaft. Er redet jedem Mut zu, er lobt sehr viel beim Training." Vlad Hagiu hat einige Prozente mehr Qualität aus jedem herausgekitzelt, zumal die Spieler ihrem Coach auch den höchsten Respekt entgegenbringen.

Am kommenden Sonnabend geht es zum Tabellenführer Duisburg 98, wie WUM noch ungeschlagen in dieser Serie. Kiffer weiß: "Wenn wir dort wieder deutlich gewinnen, können wir uns nur noch selber schlagen." Denn ist dieser Status erreicht, kann es wirklich nicht mehr besser werden.

WUM: Kiffer/Böer – Schlanstedt, Butikaschwili (4), Knobloch, Loncaric (3), Kilibarda (6), Hagendorf, Richter, Papadileris (2), D. Bott, C. Bott (2)