Innsbruck-Igls/Magdeburg l Neuer Schlitten, neues Glück: Der Ilsenburger Toni Eggert hat mit Sascha Benecken (RT Suhl) wie im vergangenen Jahr den besten Weltcup-Start hingelegt. Am Sonnabend gewann der Rennrodel-Doppelsitzer in Innsbruck-Igls (Österreich) mit 0,111 Sekunden Vorsprung auf die Österreicher Peter Penz/Georg Fischler. Die Weltmeister aus Bayern, Tobias Wendl/Tobias Arlt, mussten sich mit Rang drei begnügen. Nach 0,065 Sekunden im ersten Lauf summierte sich ihr Rückstand auf Eggert/Benecken nach dem zweiten Rennen auf 0,455 Sekunden. Die Sieger legten am Sonntag indes noch einen weiteren Erfolg nach: In der Teamstaffel gewannen sie mit Dajana Eitberger (Ilmenau) und Andi Langenhan (Zella-Mehlis).

Während der Bayern-Express mit seinem Saisonauftakt nicht zufrieden war, resümierte der 27-jährige Eggert bereits nach dem ersten Durchgang zufrieden: "Das war der erste Lauf, in dem wir ohne Probleme ins Ziel gefahren sind." Eggert/Benecken haben seit dem Ende der vergangenen Saison einen völlig neuen Schlitten gebaut mit einer Carbonschale und neuen Stahlschienen, allerdings habe jenes Gerät in Innsbruck nur 50 Prozent aller Neuerungen enthalten. Benecken erklärte: "Jeder Sieg gibt uns Selbstvertrauen für die nächsten Aufgaben." Zur Erinnerung: Im vergangenen Jahr hatten sie die ersten vier Rennen für sich entschieden und am Saisonende den Pokal des Gesamtweltcupsiegers gewonnen.

Hüfner steigert sich im zweiten Lauf

Derweil ist Tatjana Hüfner viereinhalb Monate nach ihrem Achillessehnenriss mit einem vierten Platz in den Weltcup gestartet. Mit 1:19,009 Minuten nach beiden Wertungsläufen betrug der Rückstand der Blankenburgerin auf Überraschungssiegerin Eitberger 0,314 Sekunden. Auf Rang zwei fuhr Weltmeisterin Natalie Geisenberger (Miesbach).

"Der erste Lauf war nicht so, wie er hätte sein sollen", sagte Hüfner, die nach jenem Rennen noch Platz sechs belegte, in der ARD. Im zweiten Durchgang zeigte sie eine Leistungssteigerung. "Damit war ich deutlich mehr zufrieden", so die 32-Jährige. Hüfner befindet sich nach ihrer schweren Verletzung erst seit Oktober wieder im intensiven Training. "Mir fehlen zirka drei Wochen Vorbereitung auf der Rodelbahn", erklärte sie. "Und da ich in der Athletik noch etwas zurückhänge, kann ich meine Stärke am Start noch nicht ausspielen." Für ihren Trainer Jan Eichhorn war es indes überhaupt eine Überraschung, dass sein Schützling zum Saisonauftakt bereits am Start war. Eine Platzierung hatte der Coach deshalb nicht vorgegeben. "Wir wollten einfach zwei schöne Läufe zeigen." Das ist wenigstens einmal gelungen.